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„Fast schon ein schwarzes Loch über Deutschland“: Selbst Wetter-Experte überrascht von Prognose

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Von: Armin T. Linder

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Das „verrückte Wetter“ in Deutschland geht weiter. Es ist so ungewöhnlich, dass sogar ein Experte ins Staunen kommt und „fast schon ein ‚schwarzes Loch‘“ sieht.

Wiesbaden - Sommer mitten im Herbst! Schon der bisherige Oktober war weit wärmer als im Durchschnitt. Wie wetter.net in einer Mitteilung vom Donnerstag (27.10.) schreibt, ist der Monat 2022 bis dahin schon 2,6 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Er wird wohl den Angaben zufolge zum heißesten Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Und dann folgt ja auch noch das Finale - das so spektakulär ausfällt, dass die Pressemitteilung mit „Was für ein verrücktes Wetter!“ eingeleitet ist.

„Fast schon schwarzes Loch“: Wetter-Experte wundert sich

Die Wetter-Lage bringt sogar einen Experten ins Staunen. „Das ist ein extremer Wärmeberg, fast schon ein ‚schwarzes Loch‘, was da über Deutschland liegt“, wundert sich Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net. Der Fachmann weiter: „In der Spitze sind 24 bis 28 Grad möglich. Das dürften vielerorts für Ende Oktober neue Rekordwerte sein. Mehr Energiesparwetter geht nicht mehr. Selten zuvor mussten wir in einem Oktober so wenig heizen wie in diesem Oktober 2022.“

Abendhimmel über München Wetter
Kein schwarzes Loch, sondern der Abendhimmel über München am 26. Oktober. © Rolf Poss/Imago

Wetter in Deutschland: Die Prognose von wetter.net

Die Prognose von wetter.net für die kommenden Tage:

Wetter: Gefühlte Höchstwerte bei rund 30 Grad

„Gefühlt liegen die Höchstwerte in der Sonne am kommenden Wochenende bei rund 30 Grad. Da kommt man mächtig ins Schwitzen“, so Experte Jung. Braucht es dann im November gleich die dicken Winterklamotten? Nein, erwartet Jung. „Auch der November könnte recht warm weitergehen, wenn auch keine 25 Grad mehr erreicht werden, Werte um 15 bis 20 Grad wären in der ersten Novemberwoche weiterhin im Bereich des Möglichen.“ Ein früher Wintereinbruch sei nicht in Sicht. Wann der erste Schnee kommt? Dazu äußert sich Jung im Video oben.

Die Langzeitprognose zeigt dann weiterhin günstige Zeichen für alle, die es nicht so kalt mögen - und natürlich auch hinsichtlich des Energiesparens. Die längerfristigen Trends rechneten mit einem bis zu zwei Grad zu warmen November, erläutert Jung. „Der Winter 2022/23 soll ebenfalls um bis zu zwei Grad wärmer als das neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 ausfallen. Da sich die Abweichung aus das neue und damit sehr warme Klimamittel bezieht, könnte der kommende Winter in Deutschland durchaus rekordwarm ausfallen.“ In der Energiekrise hat der Bundesrat einen 200-Milliarden-“Abwehrschirm“ beschlossen. (lin)

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