Tropisches Klima in Deutschland

Deutsche Nächte heiß wie nie

Offenbach - Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat Deutschland fünf Tropennächte beschert. Noch nie zuvor - seit beginn der Wetteraufzeichnungen - war es nachts so heiß.

Seit dem vergangenen Samstag sei die Temperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad gesunken, sagte Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Offenbach. Solche Nächte bezeichnen die Meteorologen als Tropennächte.

Zwar wurde der deutsche Hitzerekord von 40,2 Grad aus den Jahren 2003 und 1983 nicht geknackt, wohl aber der für die Nachttemperatur. An der Station Bad Harzburg im Harz sank die Temperatur in der Nacht von Sonntag auf Montag nicht unter 26,6 Grad - das war ein halbes Grad mehr als der bisherige Spitzenwert, der vom 15. auf den 16. Juli 2007 in Kubschütz (Lausitz) gemessen wurde.

Hoch "Achim" hat Deutschland im Griff - Neue Bilder

Auch am Ostseestrand von Travemünde bei Lübeck war am Wochenende jede Menge los © dpa
Was für ein Sprung! Bewundern konnte man ihn im Stadionbad in Köln © dpa
Andere chillten lieber gemütlich in der Sonne © dpa
Eine beliebte Erfrischungsmöglichkeit war am Wochenende auch die Eisbach-Welle im Englischen Garten in München (Oberbayern) © dpa
Adelina, Justine, Luana und Lea (v.l.) aus Trier genießen am Sonntag im Freibad Süd in Trier am Rande des Schwimmerbeckens die Sonne © dapd
Touristinnen hielten am Strand von Friedrichskoog ihre Beine in die Sonne. © dpa
Zahlreiche Münchner genießen am Samstag an der Isar in München das sonnige Wetter. © dapd
Bei über 30 Grad Celsius liefen am Isarufer in München auch die Grills heiß © dapd
Badegäste genießen am Samstagabend bei sommerlichen Temperaturen um 30 Grad das kühle Wasser des Schlachtensees in Berlin. © dpa
Eine junge Frau steht am Samstag auf einem Steg in Utting am Ammersee (Oberbayern) in der Sonne. © dpa
Dieser junge Mann nutzte den Steg am Ammersee für einen spektakulären Sprung ins kühle Nass © dpa
Diese Arschbombe kann sich sehen lassen © dapd
Der zwei Jahre alte David spritzte am Samstag in einem Garten in Karlsruhe seiner Mutter zur Abkühlung die Füße nass. © dpa
Die siebenjährige Lena drückt am Sonntag im Rheinbad in Düsseldorf eine übergrosse Badeente an sich © dapd
Mit der wasserdichten Kamera in der Hand sauste Manuel am Diemelsee bei Heringhausen (Landkreis Waldeck-Frankenberg) eine Wasserrutsche hinunter. © dpa
Auch am Strand auf der Insel Norderney war der Ansturm von Sonnenhungrigen und Wasserratten am Wochenende groß. © dpa
In der großen Mittagshitze am Samstag ritt Anna mit ihrem Pony "Chicco" zur Abkühlung in die seichte Wümme bei Fischerhude (Kreis Verden). © dpa
Ein Schnappschuss von der Wasserrutsche im Freibadbereich der Bodenseetherme in Konstanz © dpa
Das Naturerlebnisbad Grone in Göttingen (Luftaufnahme aus großer Höhe) war am Wochenende gut besucht © dpa
Diese Arschbombe war nur eine von vielen im Turmbergbad in Karlsruhe © dpa
Das kühle Wasser im Schwimmbad Fechingen war bei den hochsommerlichen Temperaturen für viele verlockend © dpa
Ausflügler genossen am Samstag auf einem Steg bei Niederpöcking am Starnberger See (Oberbayern) das sommerliche Wetter © dpa
Am Elbstrand in Hamburg war es fast schon schwierig, ein Plätzchen zu ergattern © dpa
Die Kulisse mit den Schiffen im Hintergrund ist aber auch einzigartig. © dpa
Studentin Katrin aus Allersberg sprang am Rothsee nahe Polsdorf bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel vom einem Steg ins Wasser. © dpa
Wer gerade kein Schwimmbad oder einen See in der Nähe hatte, nutzte kurzerhand Springbrunnen zur Erfrischung - wie hier auf der Strandpromenade von Travemünde bei Lübeck © dpa
Badegäste genießen am Samstagabend bei sommerlichen Temperaturen um 30 Grad das kühle Wasser des Schlachtensees in Berlin. © dpa
Der Strand in Travemünde an der Ostsee bestand am Wochenende vor allem aus Strandkörben, Handtüchern und Badegästen © dpa
Im Höhenfreibad Killesberg in Stuttgart wurde geschwommen, geplanscht und gesprungen © dpa
Diesem vierbeinigen Freund kommt die Hitze in Berlin wohl nicht ganz so gelegen © dapd
Ein paar kühlende Getränke parat zu haben ist bei der Hitze sicher nicht verkehrt © dapd
Oder man legt die Füße einfach hoch beziehungsweise ins Wasser und... © dapd
...genießt die schönsten Tage des Jahres wie hier in Dresden am Elbufer © dapd
Das gefällt auch diesem Hund. © dapd
Auch zum Sport wird das gute Wetter gern genutzt. Ob auf dem Skateboard an Land.. © dapd
.. oder von ganz weit Oben hinunter ins Wasser.. © dapd
.. oder von ganz weit Oben hinunter ins Wasser.. © dapd
.. oder von ganz weit Oben hinunter ins Wasser.. © dapd
.. wo man auch noch Gesellschaft hat. © dapd
Hier muss ein Feuerwehrmann die Wasserenten von einigen Plastikfans aus dem See fischen © dapd
Als Robbe wiederum ist man den Aufenthalt im Wasser gewohnt, die Hitze macht das Schwimmen aber schon weniger schön. © dapd
Und an der Nordseeküste nutzen die Menschen das gute Wetter zu ausgedehnten Wattwanderungen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd
Im Springbrunnen lässt sich die Hitze gut ertragen © dapd

Die Kaltfront von Tief „Xenja“ hat die Hitzewelle mit Gewittern beendet. Besonders heftig ging es in der Nacht zum Mittwoch im Raum Berlin zu. Dort fielen innerhalb weniger Stunden zwischen 45 und 59 Liter Regen pro Quadratmeter. In Neutrebbin (Brandenburg) registrierte der DWD innerhalb von drei Stunden 77,5 Liter Regen pro Quadratmeter - mehr als sonst im ganzen August.

In den nächsten Tagen bleibt es sommerlich, aber es gibt bei Temperaturen unter 30 Grad Gelegenheit zum Durchlüften. Nur am Freitag könnte es im Süden noch einmal 30 Grad heiß werden. Am Wochenende gibt es Sonne und Wolken im Mix bei 20 bis 26 Grad.

Hitze-Tipps: Finger weg von eiskalten Getränken!

Einen über den Durst trinken. Aber bitte nur Wasser! „An heißen Tagen braucht der Körper mindestens drei Liter Flüssigkeit“, sagt der Münchner Arzt Dr. Nikolaus Frühwein. © dpa
Da der Körper bei Hitze mehr Natrium verbraucht, natriumreiches Mineralwasser trinken und beim Essen eine Extraprise Kochsalz verwenden. © dpa
Finger weg von eiskalten Getränken! Die bewirken eher Magen-Darm-Verstimmungen als Abkühlung. Besser sind lauwarmer Zitronentee oder ungekühlte Schorlen. © dpa
Ein Gläschen Weißwein oder eine Mass Bier sind auch im Hochsommer erlaubt. Aber Vorsicht: „Alkohl verstärkt die Verdunstung. Deshalb nicht tagsüber trinken“, rät Frühwein. Oder gleich auf alkoholfreies Weißbier umsteigen. © dpa
Kochen wie die Südeuropäer: Jetzt sollten leichte Gerichte wie Tomaten mit Mozzarella oder Hähnchenfleisch auf dem Speiseplan stehen. „Ein deftiges Wiener Schnitzel lässt sich bei Hitze nur schwer verdauen“, erklärt Frühwein. © picture alliance / AP Images
Durch ständiges Schwitzen verliert der Körper Mineralien. Gegen nächtliche Krämpfe helfen Magnesiumtabletten. © dpa
Wenn die Hitze doch zuschlägt: „Ein Sprung ins kalte Wasser ist keine gute Idee gegen Schwindelgefühl“, sagt Frühwein. Besser mit einem feuchten Handtuch zudecken. © dpa
Luftige Kleidung tragen © dpa
In kühlen Räumen aufhalten © dpa
Ungewohnte körperliche Anstrengung vermeiden © dpa
Keine pralle Sonne, etwa bei der Arbeit im Garten © dpa
Verlängerte Mittagspause machen, Siesta einplanen © dpa

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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