1. Startseite
  2. Welt

Hitzewelle statt Herbstblues: Klimaphänomen La Niña bringt Wetter-Chaos

Erstellt:

Von: Helena Gries

Kommentare

Durch das Klimaphänomen La Niña erlebt die Nordhalbkugel aktuell eine ungewöhnlich starke Hitzewelle. Das wärmste Halloween der Messgeschichte steht bevor.

Kassel – Eine globale Hitzewelle rollt an und bringt uns hohe Temperaturen statt Winterwetter. Schuld daran ist das Klimaphänomen La Niña. Mancherorts können die Temperaturen laut Fachleuten sogar bis zu 25 Grad über dem Durchschnitt liegen. Bereits das dritte Jahr in Folge macht sich La Niña bemerkbar - und das kann Wetter-Expertinnen und -Experten zufolge dramatische Auswirkungen haben.

In den nächsten Tagen und bis in den November hinein wird es vorerst noch einmal sommerlich warm. In Teilen von Deutschland können wir mit Temperaturen zwischen 23 und 25 Grad rechnen, berichtet Meteorologe Jan Schenk vom Wetterdienst Weather Channel. Das sind 8 bis 12 Grad wärmer als normal. Von einer Hitzewelle sprechen Meteorologen, wenn die Temperaturen an drei aufeinanderfolgenden Tagen um 5 Grad über dem Mittel liegen.

La Niña sorgt für Hitzewelle: Sommerliches Wetter und 15 Grad Ende Oktober

Schenk geht sogar so weit zu sagen, dass uns das wärmste Halloween der Messgeschichte bevorsteht. „Es zeichnet sich ab, dass der 31. Oktober der bisher wärmste der Messgeschichte in Deutschland sein wird“, so der Meteorologe. Prognosen gehen von einer Mitteltemperatur von 15 Grad in Deutschland aus. Das übertrifft den bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 1968 um fast 1 Grad.

Winter in DeutschlandTemperatur im Deutschlandmittel
20223,3 Grad Celsius
20211,8 Grad Celsius
20204,2 Grad Celsius
20192,8 Grad Celsius
20181,5 Grad Celsius
20171 Grad Celsius
20163,6 Grad Celsius
20151,9 Grad Celsius
20143,3 Grad Celsius
20130,3 Grad Celsius
20121,1 Grad Celsius
Quelle: wetterkanal.kachelmannwetter.com

Aufgrund des Klimaphänomens La Niña entsteht ein bestimmtes Druckmuster auf der Nordhalbkugel. Das über dem Pazifik befindliche La-Niña-Hoch sorgt für eine gewisse Strömung und kann so das Wetter und Klima auf der ganzen Welt massiv beeinflussen.

Klimaphänomen La-Niña: Temperaturen in Grönland steigen auf über 0 Grad

Besonders extrem macht sich das aktuelle La-Niña-Phänomen in Grönland bemerkbar. Hier wird es Temperaturabweichungen der Höchstwerte von bis zu 25 Grad geben. Über Teilen des Grönländischen Eisschildes werden demnach Temperaturen von über 0 Grad erwartet - und das im Polarwinter.

Eine Frau greift bei Temperaturen um 20 Grad Celsius nach einem bunt gefärbten Ahornblatt. Das milde Wetter soll auch in den kommenden Tagen anhalten.
Eine Hitzewelle Ende Oktober bestimmt das Wetter in Deutschland. Schuld daran ist Meteorologen zufolge das Klimaphänomen La Niña. (Symbolbild) © Robert Schlesinger/dpa

In der zweiten Novemberwoche ist dann jedoch ein Wetterwechsel in Deutschland vorhergesagt. Nach Angaben von Meteorologen Jan Schenk kommt das La-Niña-Phänomen dann allerdings wieder und es wird sich ein ähnliches Wettermuster zeigen. (hg)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion