Heiße Tage

Die „Hundstage“ kommen: Trifft die Hitzewelle jetzt Deutschland?

Die „Hundstage“ treten meist Ende Juli auf und läuten die heißeste Phase des Jahres ein. Dieses Jahr könnte es allerdings ganz anders aussehen. Was hat es mit dem Phänomen auf sich?

  • Wetter* in Deutschland: Die bisher heißesten Tage des Jahres erreichten keine hochsommerlichen Temperaturen.
  • Mit den sogenannten „Hundstagen“ kommt in der Regel eine Hitzewelle nach Deutschland.
  • Für dieses Jahr stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD)* jedoch eine andere Prognose.

Offenbach – Bisher verlief der Sommer* in Deutschland relativ mild und die 30-Grad-Marke wurde kaum geknackt. Die sogenannten „Hundstage“ könnten das Wetter jedoch bald ändern: Das Phänomen tritt in der Regel immer gegen Ende Juli ein und könnte Deutschland die heißesten Tage des Jahres bescheren.

Laut einer Erklärung von „wetter.net“ beginnen die „Hundstage“ meist zwischen dem 20. und 25. Juli. Benannt sind sie nach dem Sternbild „Großer Hund“, dessen Hauptstern Sirius – auch Hundsstern genannt – in einem gewissen Zeitraum kurz vor der Sonne aufgeht. Dies sorgt in Deutschland für eine Hitzewelle mit hochsommerlichen Temperaturen, die für gewöhnlich bis Ende August anhalten.

Wetter in Deutschland: „Hundstage“ haben sich mittlerweile verschoben - Hitzewelle

Vorhersagen lassen sich die „Hundstage“ anhand des Sternbilds des Hundes. Sirius gilt als Hauptstern dieses Sternenbilds. Sobald dieser zu erkennen ist, stehen die „Hundstage“ vor der Tür und es muss mit einer Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad gerechnet werden. Dabei ist es eigentlich nur Zufall, dass die heißesten Tage des Jahres in Deutschland zur gleichen Zeit mit dem Erscheinen des Hundssterns auftreten.

In den letzten Jahren hat sich die Sichtbarkeit des Hundssterns nach hinten verschoben: Inzwischen ist er oft erst ab dem 25. August erkennbar und läutet demnach eher den Herbst als den Hochsommer ein. Nichtsdestotrotz werden die Tage, die mit Spitzentemperaturen für eine Hitzewelle in Deutschland sorgen, noch immer als „Hundstage“ bezeichnet – auch wenn der Hundsstern eigentlich überhaupt nichts mit dem Wetter zu tun hat. Dieses Jahr könnte ein hochsommerliches Wetter jedoch komplett ausfallen.

Wetter in Deutschland: Trotz der „Hundstage“ – im Juli ist nicht mit Hitzewelle zu rechnen

Laut einem Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes, Andreas Friedrich, sind in den zehn Tagen ab Dienstag (21.07.2020) Temperaturen um die 25 Grad zu erwarten. Es kann ihm zufolge zwar durchaus kurze Perioden geben, in denen es bis zu 30 Grad warm wird, doch generell starten die „Hundstage“ mit eher mäßigen Temperaturen – von einer Hitzewelle kann nicht die Rede sein.

Da zuverlässige Vorhersagen für das Wetter* jedoch immer nur für die kommenden zehn Tage gemacht werden können und zum meteorologische Sommer auch noch der gesamte August zählt, könnte eine Hitzewelle in Deutschland dennoch bevorstehen. Ebenso wie die Sichtbarkeit des Sternbilds scheinen sich die heißesten Tage des Jahres nach hinten zu verschieben.

Auch wenn der diesjährige Sommer etwas milder ausfallen könnte, regnet es in Deutschland auffallend wenig. Das hat schwerwiegende Folgen.* Nicht nur die Temperaturen im Sommer verändern sich zunehmend: Laut aktueller Prognosen wird der Winter dieses Jahr besonders warm* ausfallen. *op-online.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Julian Stratenschulte

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