Auch nächste Woche bleibt es warm - trotz Gewittern

Erst Unwetter, dann kommt der Sommer: So wird das Wetter am Wochenende

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Schöne Aussichten: Wie hier vom Homberg bei Bad Wildungen im Kellerwald in Richtung Osten könnte es bei Sonne und bis zu 28 Grad auch am Wochenende in unserer Region aussehen.

Manche sehen schon eine Hitzewelle auf Deutschland zurollen. Dabei wird die 30-Grad-Marke in unserer Region vorerst nicht überschritten. Zudem kann es Freitag unwetterartige Gewitter geben.

Müssen wir am Freitag mit Unwettern rechnen?

Sie sind jedenfalls nicht auszuschließen. Bereits in der Nacht auf Freitag kann es in Nordhessen und Südniedersachsen zu vereinzelten Unwettern kommen, sagt Erwin Hafenrichter vom Deutschen Wetterdienst: "Starkregen ist nicht auszuschließen." Wie meist bei Gewittern gilt die Regel: Die einen bekommen zu viel, die anderen nix. Frieren wird man dabei allerdings nicht. Es wird bis zu 25 Grad warm.

Kommt dann die große Hitze?

Jein. Die Boulevardmedien sehen bereits "die große Hitzewelle anrollen" und prophezeien "bis zu sieben Tage Höchstwerte von 30 Grad und mehr". Tatsächlich kann es bereits am Samstag etwa im Südwesten Deutschlands und auch im Rhein-Main-Gebiet schön heiß werden, womit Meteorologen Temperaturen ab 30 Grad meinen. Rund um Kassel und Göttingen wird das Thermometer jedoch am Wochenende "nur" 27 bis 28 Grad anzeigen. Dabei "gibt es viel Sonne", sagt Hafenrichter. Die "Hitzewelle für alle", wie "Bild" es nennt, fühlt sich also eher nach einem ganz normalen Frühsommertag an. Aber natürlich kann man 28 Grad als heiß empfinden. Hitzeanfällige Menschen sollten sich vor allem im Schatten aufhalten und viel trinken.

Das Video stammt von der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt. 

Wie wird das Wetter bis Fronleichnam?

Es bleibt mild, zugleich macht sich Tiefdruckeinfluss bemerkbar. Darum steigt laut Hafenrichter "in der ersten Wochenhälfte die Gewittergefahr". Hagel und Starkregen können wie fast immer mit dabei sein. "Gefühlt hat die Intensität von Gewittern in den vergangenen Jahren zugenommen", sagt der DWD-Meteorologe.

Stehen wir vor einem Jahrhundertsommer?

Dazu ist es noch zu früh. Zwar hat der US-Wetterdienst Accuweather gerade angekündigt, dass sich Mitteleuropäer in diesem Sommer auf zahlreiche Hitzewellen und schwere Gewitter einstellen müssen, aber für seriöse Experten sind solche Langzeitprognosen so viel wert wie ein Horoskop. Auch der Mai, der uns bislang ungewöhnlich warme Temperaturen und wenig Niederschlag beschert hat, ist noch nicht vorbei. Darum hält sich DWD-Mann Hafenrichter mit vorschnellen Einschätzungen zurück. Er sagt nur so viel: "In der Endabrechnung könnte der Mai rekordverdächtig warm werden."

Vorhersagen für die Region gibt es auch im HNA-Wetterportal.

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