Bodenfrost an den Feiertagen möglich

Wetter: Pfingsten wird kälter als Weihnachten - aber dann ...

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Traumwetter gibt es erst wieder Ende Mai.

München - Kein festliches Wetter an den Feiertagen: An Pfingsten ist sogar Bodenfrost möglich. Doch zum Monatsende hin gibt's freudige Nachrichten für Sonnen-Fans.

Der Frühling unterbietet den Winter 2015/2016 ein weiteres Mal. In vielen Orten, besonders in West- und Süddeutschland, könnten die Höchstwerte am Pfingstsonntag unter denen von Weihnachten 2015 liegen. Das gibt es auch nicht oft.

"Man muss allerdings auch festhalten, dass Weihnachten 2015 schon an sich ein recht mildes Weihnachtsfest war und sich nun ausgerechnet zu Pfingsten schon wieder polare Kaltluft direkt auf den Weg nach Deutschland macht und quasi einen echten Volltreffer abliefert", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Ein paar Höchstwerte vom 25. Dezember 2015 im Vergleich mit der prognostizierten Höchsttemperatur am kommenden Pfingstsonntag:

Berlin 11 Grad (25.12.2015) vs. 13 Grad (Pfingstsonntag)

Hamburg 9 Grad vs. 13 Grad

Köln 12 Grad vs. 11 Grad

Frankfurt 13 Grad vs. 12 Grad

Stuttgart 15 Grad vs. 11 Grad

München 15 Grad vs. 10 Grad

Am Pfingstwochenende oft einstellige Tiefwerte - Bodenfrost möglich

Selbst die Nacht zum Dienstag war deutlich milder als an Pfingsten die Höchstwerte sein werden. Stellenweise wurden Dienstag Morgen bis zu 18 Grad gemessen. Ab dem Wochenende sind die Tiefstwerte dann oftmals einstellig, lokal ist sogar Bodenfrost möglich.

Mit dem schönen Wetter ist es im Südwesten bereits am Dienstag schon vorbei. Vom Saarland über das westliche Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg sind schon am Dienstagmorgen Regenfälle aufgezogen. Schön bleibt es am Dienstag dagegen im Nordosten und Norden.

In West- und Süddeutschland sind schon erste Wolken mit Regen aufgezogen, sonst bleibt es noch freundlich und frühsommerlich warm.

Spätestens am Samstag ist Schluss mit dem warmen Wetter

In den kommenden Tagen bleiben Norden und Osten im Vorteil, dort werden die höchsten Werte erreichen und es wird am schönsten. Spätestens ab Samstag ist aber auch dort Schluss mit dem warmen und freundlichen Wetter.

"Der Süden muss sich dagegen in den nächsten Tagen auf Regen einstellen und der wird umso reichlicher, je näher man den Alpen kommt. Richtung Alpen sind bis Pfingsten 60 bis 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter möglich" sagt Wetterexperte Jung.

So geht es in den nächsten Tagen weiter

Mittwoch: 20 bis 26 Grad, im Süden bedeckt und Regen, sonst freundlich und warm, einzelne Gewitter

Donnerstag: 15 bis 26 Grad, im Süden Dauerregen, sonst vor allem im Norden und Osten freundlich und warm, später auch dort Gewitter

Freitag: 16 bis 24 Grad, im Süden weiterhin regnerisch, sonst noch freundlich, aber einzelne Schauer und Gewitter

Samstag: 9 bis 15 Grad, deutliche Abkühlung, im Süden weiterhin Regen, sonst einzelne Schauer

Pfingstsonntag: 8 bis 15 Grad, typisches Aprilwetter, immer wieder Schauer

Pfingstmontag: 7 bis 15 Grad, mal Sonne, mal Wolken, lokal Schauer

Dienstag: 10 bis 17 Grad, Schauerwetter

Mittwoch: 14 bis 24 Grad, aus Osten wieder wärmer, sonst noch kühl und aus Westen neuer Regen

Donnerstag: 13 bis 18 Grad, meist stark bewölkt, örtlich etwas Regen

Richtung Monatsende wieder deutliche Erwärmung - Bis 30 Grad

Nach den Pfingsttagen erholen sich die Temperaturen nur sehr langsam. Es bleibt dabei wechselhaft. Auch die Woche nach Pfingsten wird eher unbeständig bleiben. Das ist auch der Trend Richtung Monatsende. Es gibt immer wieder Schauer und Gewitter. Aber es wird warm, teilweise sogar sehr warm. „Nach heutigem Stand sind in der letzten Maiwoche sogar Spitzenwerte bis 30 Grad möglich. Aber es würde dabei recht unbeständig bleiben. Vielfach sieht es nach schwülwarmen Wetter mit Gewittern aus“, erklärt Jung.

Die Vorhersage für Ihre Region

tz/mm

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Wetter Bauernregeln
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau. Falsch! Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem feuchten Januar und einem trockenen Frühjahr – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade mal bei 50 Prozent. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. Stimmt! Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr schwach. Für den kommenden Sommer hieße das trotzdem: viel Sonne und tropische Temperaturen, denn heuer war’s im Januar weiß und kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Vigilius (31.1.), im Märzen Kälte kommen muss. Volltreffer! Liegen die Temperaturen Ende Januar unter dem Gefrierpunkt, ist es oft auch im März bitterkalt. Heuer gab‘s in München an diesem Tag keinen Frost, der März könnte also mild ausfallen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm. Quatsch! Auch wenn die Wortwahl das Wetter nun sehr anschaulich beschreibt: An dieser Bauernregel ist nix dran. © dpa
Wetter Bauernregeln
Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis. Richtig! Scheint die Sonne Anfang Februar häufiger als normal, ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent im Februar und März frostig und kalt. Das liegt an der sogenannten Erhaltungsneigung des Wetters: Bringt ein Hochdruckgebiet Anfang Februar viel Sonne, bleibt das Wetter oft gleich über mehrere Wochen schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Felix und Petrus (21./22.2.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han. Richtig! In ganz Deutschland stimmt diese Regel in zwei Drittel aller Fälle. Regnet es an diesen Tagen nicht, bleiben auch die kommenden Wochen trocken – gleicher Zusammenhang gilt für die Temperaturen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. Schön wär’s! Auf einen kalten Februar folgt nicht zwangsläufig ein schöner Sommer – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade einmal bei 50 Prozent. Schade eigentlich… © dpa
Wetter Bauernregeln
Im März viel Schnee und Regen bringt wenig Sommersegen. Blödsinn! Untersuchungen zeigen keinen Zusammenhang. Man darf also auch nach einem verschneiten März auf einen Super-Sommer hoffen! © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn es Kunigunden (3.3.) friert, sie’s noch 40 Nächte spürt. Stimmt nur tendenziell! In Süddeutschland trifft diese Regel mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Gertrude (17.3.), der Winter 40 Tage nicht ruht. Stimmt überwiegend! Ist es Mitte März unterdurchschnittlich kalt, bleibt die zweite Märzhälfte zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (21.3.), ist es den ganzen Sommer lang. Stimmt! Entscheidend sind die Tage um diesen Stichtag. Wahr ist, dass es bei wenig Regen in diesen Tagen in sechs von zehn Sommern niederschlagsarm bleibt. Ist es hier zu warm und sonnig, bleiben Juni und Juli zu fast 70 Prozent schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Hält St. Ruprecht (28.3.) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein. Stimmt! Scheint dann die Sonne, ist der Juli mit über 72 Prozent Wahrscheinlichkeit sonniger als normal. Schlechtes Wetter um den 28.3. bringt mit 60-prozentiger Sicherheit auch einen trüben Juli. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein. Stimmt überwiegend nicht! Lediglich im Osten der Republik trifft die Regel in sechs von zehn Jahren zu. Prinzipiell ist aber kaum ein Zusammenhang zwischen April- und Juniwetter nachgewiesen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8.4.), ein dürrer Sommer folgen mag. Stimmt nur für den Süden! Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für einen trockenen Sommer sogar zwischen 70 und 80 Prozent, wenn es Anfang April mindestens doppelt so viel geregnet hat wie üblich. © dpa
Wetter Bauernregeln
Auf einen nassen Mai folgt ein trockener Juni. Stimmt nur für den Süden! Im Großteil Deutschlands folgen auf einen nassen Mai genauso oft feuchte wie trockene Monate, in Ostdeutschland stimmt sogar das Gegenteil. © dpa
Wetter Bauernregeln
Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), sieben Wochen bleiben mag. Stimmt! Diese bekannte Regel trifft vor allem dann zu, wenn man als Datum den 7. Juli hernimmt – das ist nämlich nach der Kalenderreform der wahre Siebenschläfertag. Am meisten trifft die Regel für uns im Süden zu. Dieser Tag ist übrigens der Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus und Lostag für Bauernregeln und hat nichts mit dem Nagetier zu tun. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gießt’s an St. Gallus (16.10.) wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass. Stimmt nicht! Hier besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Wieder einmal trifft die Bauernregel am ehesten für den Süden Deutschlands zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa

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