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Experte nennt konkretes Datum: Schnee soll in Deutschland schon bald vor der Tür stehen

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Von: Martina Lippl

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„Richtig spannend“ wird es laut Meteorologen beim Wetter in Deutschland. Eine markante Luftmassengrenze bildet sich aus. Mit Schnee, Schneeregen und Frost ist zu rechnen.

Kassel – Mit der beständigen Hochdruckwetterlage der vergangenen Wochen ist es erstmal vorbei. Die Wetterlage kippt. Über Deutschland baut sich in den nächsten Tagen eine Luftmassengrenze auf. „Jetzt wird es richtig spannend“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met.

Wintereinbruch in Deutschland: Markante Luftmassengrenze sorgt für Schneefälle

Erster Schnee 2022: DWD-Grafik zeigt Skandinavien Hoch Erik 
 und die Verteilung der Frontensysteme in Europa.
Erster Schnee 2022: DWD-Grafik zeigt Skandinavien Hoch Erik und die Verteilung der Frontensysteme in Europa. © DWD/wetterpate.de

„Kaltluftmassen kriechen langsam Richtung Nordost Deutschland“, erklärt Wetterexperte Jung. „Milde, warmen Luftmassen aus Südwesteuropa ziehen Richtung Deutschland.“ Die Folge: Am Übergang der beiden Luftmassen entsteht ein Niederschlagsgebiet. Auf der südlichen Seite gibt es Regen, auf der nördlichen Seite ist meist Schnee oder Schneeregen. Zum Teil kann es heftig regnen, aber auch kräftigen Schneefall geben, berichtet merkur.de.

Wetter-Prognose: Wann gibt es den ersten Schnee 2022 im November?

Am Freitag (18. November) ist es so weit. Auch in diesem Punkt scheinen sich Wetter-Experten einig: „Am Freitag und am Wochenende wird es dann richtig spannend beim Wetter, denn der Winter klopft an die Tür“, teilt Diplom-Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst Marcel Schmid beim Thema des Tages mit. Tiefdruckgebiete Ex-Nicole und Regina über dem Ostatlantik versuchen milde Meeresluft heranzuführen. Das Skandinavienhoch Erik hält mit kalter Festlandsluft dagegen, so DWD-Meteorologe Schmid. Die Temperaturkontraste sind groß.

Wetter in Deutschland: Hier kann Schnee vom Himmel fallen

Wo es tatsächlich schneit? „Das Schneefallgebiet wird noch munter hin und her berechnet“, so Jung. Wahrscheinlich wird es in einem Streifen von der Nordsee bis nach Sachsen Schnee geben.

Für einen ersten Wintergruß könnte es reichen, prognostiziert Wetterexperte Jung. „20 Zentimeter, wie vom Europäischen Wettermodell berechnet wurde, wage ich zu bezweifeln.“ Bis zu 19 Zentimeter Schnee südlich von Berlin, Brandenburg und 12 Zentimeter bis Samstag in Hamburg würden da berechnet. Laut dem Meteorologen habe es im vergangenen Jahr schon übertriebene Schneeprognosen gegeben. Jung rechnet eher mit ein bis zwei Zentimetern. Lokal seien, laut DWD, wenige Zentimeter nasser Schnee von Schleswig-Holstein bis nach Südostbrandenburg möglich. In der Nacht war der Wetterdienst vor Glätte. Im Osten sinken die Temperaturen auf bis zu Minus 5 Grad.

 Schneefall in Hamburg im Frühjahr 2022- Jetzt berechnet ein Wettermodell 17 Zentimeter Schnee im November
Heftiger Schneefall in Hamburg? Wettermodelle rechnen mit bis zu 17 Zentimeter Schnee (Symbolfoto). © BODE/imago

Schnee, Schneeregen und Frost: In diesen Regionen klopft vielleicht der Winter an die Tür

Winterwetter in Deutschland: DWD erwartet Neuschnee in den Alpen

In den Alpen liegt am Freitag die Schneefallgrenze um 1.300 Metern, teilt der DWD in seiner aktualisierten Vorhersage am Mittwoch mit. An der Grenze zu Österreich könnte bis zum Freitagabend die Schneefallgrenze deutlich unter 1000 Meter, vielleicht sogar gegen 500 Meter fallen, teilt die österreichische ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) mit. Das ZAMG weist auf größere Unsicherheiten bei der genauen Abschätzung hin. Mit geringem Schneefall rechnen dagegen die DWD-Wetterexperten am Samstag vor allem in Oberfranken (Bayern) oberhalb 800 bis 1.000 Metern.

Mit dem Winterfeeling ist es wohl schnell wieder vorbei, prognostiziert Meteorologe Jung. Noch sei es keine nachhaltige Winterwetterlage. Nach der spannenden Wetterlage am Wochenende, bleibe es im Nordosten zwar kühler, doch auch dort wird es langsam dann langsam wieder milder.

Wie wird der Winter 2022/23? Wetter-Experte schätzt die kommenden Monate im Merkur-Gespräch eher mild ein. Spätestens zum Start in den Dezember wächst bei vielen die Hoffnung auf weiße Weihnachten. (ml)

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