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„Schneebombe“ schießt auf Deutschland zu: Wettermodell rechnet sogar mit Schneesturm

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Von: Nadja Pohr

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Laut dem europäischen Wettermodell soll in der kommenden Woche ein Schneesturm über Deutschland fegen. Bereits am Wochenende sollen die ersten Flocken in einigen Bundesländern fallen.

Stuttgart - Deutschland kann sich warm einpacken in den kommenden Tagen. „Das sieht richtig kalt aus“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net und warnte bereits davor, dass womöglich die Heizkosten explodieren werden. Die jüngsten Prognosen berechnen Temperaturen bis zu -9 Grad in 1.500 Metern Höhe am zweiten Advent und am kommenden Montag (5. Dezember). Der Experte warnt deshalb vor glatten Straßen in einigen Teilen Deutschlands.

Mit der „sibirischen Kälte“, die nach Deutschland sickert, wie wetter.net schreibt, ist es allerdings noch nicht getan. Laut den neusten Vorhersagen des europäischen Wettermodells kommt in der kommenden Woche auf unser Land etwas weitaus Größeres zu, berichtet bw24.de.

Schneesturm soll über Deutschland fegen - teilweise 30 bis 40 Zentimeter Schnee

„Das ist wirklich mal eine deftige Schneebombe, ein echter Schneesturm, was da berechnet wird vom europäischen Wettermodell“, beginnt Wetterexperte Dominik Jung. Am Freitag, 9. Dezember, sollen laut den jüngsten Prognosen teilweise 30 bis 40 Zentimeter Schnee fallen. Es bleibe jedoch spannend, denn die Wettermodelle haben bereits unterschiedliche Szenarien, wie winterliche Wetterlagen mit viel Schnee und Eis, berechnet. „Aber bisher ist noch nicht so wirklich viel eingetreten davon“, gibt Jung zu.

Frau läuft mit Regenschirm bei Winterwetter durch den Schnee
Zu den starken Schneefällen gesellen sich auch kräftige Windböen. „Ein echter Schneesturm“ soll laut dem europäischen Wettermodell über Deutschland ziehen. (Symbolfoto) © Expa/Jfk/dpa

Zu den starken Schneefällen gesellen sich darüber hinaus auch kräftige Windböen. „Im Westen des Landes zum Teil schwere Sturmböen um 90 bis 100 km/h und dazu das Schneetief“, erklärt der Experte. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg quer rüber bis nach Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland werden besonders kräftige Schneefälle erwartet. „Winterfreunde werden verrückt, wenn sie das sehen“, sagt Jung. Aber der Schein kann trügen, denn das amerikanische Wettermodell sieht beispielsweise überhaupt keinen Schnee für Deutschland.

Wetter zum meteorologischen Winteranfang zunächst grau - am Wochenende erste Schneefälle möglich

Am Donnerstag (1. Dezember) ist der meteorologische Winteranfang. An diesem Tag wird es jedoch erstmal wenig winterlich aussehen, mit Temperaturen zwischen 3 und 7 Grad. „Der Himmel ist grau in grau. Viel ist da nicht zu holen - ziemlich öde und ziemlich trüb“, sagt Diplom-Meteorologe Jung. Am Freitag (2. Dezember) gehe es dann genauso trüb weiter. Die Temperaturen verlaufen zwischen 3 und 6 Grad. Jedoch wird es in der Nacht zum Samstag kräftige Schneefälle geben.

WochentagTemperatur in Celsius
Donnerstag (1. Dezember)3 bis 7 Grad
Freitag (2. Dezember)3 bis 6 Grad
Samstag (3. Dezember)0 bis 7 Grad
Sonntag (4. Dezember)1 bis 8 Grad

Quelle: wetter.net

Am Samstag (3. Dezember) rieseln auch in tiefen Lagen zeitweise die Flocken vom Himmel bei Temperaturen zwischen 0 und 7 Grad. Die unterschiedlichen Temperaturen sind dem Hoch „Gordon“ und dem Tief „Erik“ geschuldet, die eine Luftmassengrenze in Deutschland bilden. Am Sonntag (4. Dezember) passiert hingegen wieder relativ wenig, so Dominik Jung. In Baden-Württemberg am Oberrhein sind es 8 Grad, während im Norden 1 Grad vorhergesagt werden. Das Wetter in Deutschland bleibt also spannend - vielleicht gibt es in diesem Jahr nach 12 Jahren mal wieder weiße Weihnachten.

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