Wetter am Wochenende

Extreme Sahara-Hitze in Europa – Experten warnen vor erneuten Unwettern in Deutschland

Eine Hitze-Welle rollt über Europa, in einigen Ländern droht Sahara-Hitze mit bis zu 45 Grad. Für Deutschland sagen Fachleute allerdings Unwetter voraus.

Kassel/Wiesbaden - Für weite Teile Deutschlands ist alles andere als ein sommerlicher Start in den August vorhergesagt. Statt den heißesten Tagen des Jahres bringen die sogenannten Hundstage laut Einschätzung der Meteorologinnen und Meteorologen eher Aprilwetter: Auch auf die Region Kassel* und Nordhessen könnten Regenschauer, dicke Wolken, Wind und Gewitter zukommen, dazu Temperaturen um die 20 Grad.

Ganz anders sieht das Wetter* in weiteren Teilen Europas aus, wo vor allem im Süden Sahara-Luft weiter für extreme Hitze sorgt: Als Höchstwerte für Sizilien und Süditalien, Griechenland und die Türkei stellte der Meteorologe Dominik Jung in seiner Prognose vom Freitag (30.07.2021) 40 bis 45 Grad in Aussicht: „Der Allzeitrekord für Europa liegt bei 48,0 Grad. Der wurde im Jahr 1977 in Griechenland gemessen“, sagte Jung.

Ob die Hitze der nächsten Tage diesen Rekord knacken könne, sei allerdings fraglich. In der Türkei toben seit dieser Woche in der Region um Antalya heftige Waldbrände.

Fachleute warnen vor Unwetter in Deutschland - während in anderen Teilen Europas eine Hitze-Welle droht (Symbolbild).

Wetter spielt verrückt: Sahara-Hitzewelle rollt über Europa, weitere Unwetter in Mitteleuropa

Und auch in der ersten Augustwoche werde das Wetter in Deutschland, so die Einschätzung des Fachmanns Jung, durchweg wechselhaft ausfallen. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs könne es erneut zu Starkregen kommen.

Für Freitagnachmittag und Samstag prognostiziert Jung für den Süden Deutschlands weitere Gewitter und Starkregen, im Norden soll es teils stürmisch werden. Auch am Sonntag (31.07.2021) bleibe das Wetter unbeständig. Laut dem DWD geht es auch in der neuen Woche ungemütlich weiter. Am Montag (02.08.2021) und Dienstag (03.08.2021) kann es in der Mitte und im Süden von Deutschland einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter geben. In der Nacht zum Mittwoch ist bis in den Nordosten teils gewittriger Starkregen möglich. Auch zum Wochenende sind Unwetter nicht ausgeschlossen.

Derweil spielt auch im Rest der Welt das Wetter verrückt. In Teilen Kanadas und der USA wurden in den vergangenen Wochen Rekordtemperaturen von weit über 40 Grad Celsius gemessen, im tropischen Südamerika fällt nun sogar in tiefen Lagen Schnee. Im Süden Brasiliens lägen, so Wetterexperte Jung, die Temperatur-Höchstwerte derzeit 15 bis 20 Grad unter den sonst bei der Jahreszeit gemessenen Werten. (ska) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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