So wird das Wetter

Sternschnuppen zu Weihnachten

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Pünktlich zu Weihnachten werden Sternschnuppen am Himmel erwartet.

Darmstadt - Pünktlich zu Weihnachten wird sich der Himmel mit einem festlichen Lichterglanz schmücken. Das Wetter könnte uns jedoch einen Strich durch die Rechnung machen.

Der Nachthimmel bietet zur Weihnachtszeit gleich zwei Auftritte. Bei klarer Sicht dürfte der Komet Lovejoy am Sonntagmorgen und auch am Sonntagabend am besten zu beobachten sein. In der Nacht zum Montag erreichen zugleich die Sternschnuppen der Ursiden ihr Maximum. „Lovejoy ist aber vermutlich nur mit dem Feldstecher zu entdecken“, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) im hessischen Heppenheim, Otto Guthier. Bei den Sternschnuppen könnte es besser aussehen, „wenn der Himmel klar ist“.

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes sind die Beobachtungschancen jedoch nicht besonders gut. Die besten gebe es vor Weihnachten und am Heiligabend meist im Osten und im Süden Deutschlands. Andernorts verhindere eine oft dicke Wolkendecke die Sicht nach oben. An den darauffolgenden Feiertagen „wird es dann langsam richtig schwierig“, meinte der Meteorologe Marcus Beyer. Zu den Wolken komme stärkerer Regen hinzu.

UFOs? Von wegen! Himmelsphänomene und ihre Ursachen

Wenn in Werner Walters Ufo-Zentrale in Mannheim das Telefon klingelt, kann er manche Himmelsphänomene ganz einfach erklären. Wir zeigen Ihnen eine Auswahl. © dpa
HALE-BOPP: Er schrieb Geschichte: Hale-Bopp war für mehrere Jahrzehnte einer der hellsten und meist beobachtesten Kometen. Erstmals wurde er am 23. Juli 1995 unabhängig voneinander von Alan Hale und Thomas Bopp in den USA entdeckt. Kometen sind Schweifsterne, die die Sonne auf Bahnen umlaufen und zum Großteil aus kleinen, locker verbundenen Staub- und Mineralienteilchen sowie Eis bestehen. © dpa
Sie können einen Durchmesser bis zu 100 Kilometern haben. Wenn der Komet ins Sonnensystem dringt, entreißt ihm der Sonnenwind Gaspartikel, und der Schweif ensteht. © dpa
POLARLICHTER: Polarlichter sind rote, grüne oder blaue schweifhafte, größflächige Lichterscheinungen, die im Bereich der Pole fast täglich vorkommen. Sie entstehen, wenn Elektronen oder andere geladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen und schließlich als ein Strom in Spiralen entlang auf die Erde treffen. © dpa
Mark Vornhusen von Meteomedia: „Für gewöhnlich werden sie durch das Magnetfeld zu den Polen gelenkt. Wenn aber etwa alle 11 Jahre die Sonne ihre stärkste Aktivität hat, gerät das Magnetfeld durcheinander, und die Polarlichter können auch bei uns erscheinen – das ist übrigens in ein, zwei Jahren wieder der Fall.“ © dpa
GLÜHENDE HIMMELSSPINNE: Von der spektakulärsten UFO-Sichtung hat im November 2009 eine Lufthansa-Crew auf der Strecke zwischen Norwegen und Grönland berichtet. Ufologe Walter klärte damals auf, dass in ihrer Sichtweite der russische Spionagesatellit Kosmos 2455 gestartet war. © dpa
Eispartikel im Raketenschweif und die nur sehr niedrige Umlaufbahn von 195 Kilometern sorgten unter spezieller Beleuchtung für diese glühende Himmelsspinne. © dpa
VENUS: Ein leuchtendes rundes Objekt, das für einen Stern viel zu hell leuchtet! Wenn Augenzeugen dieses Phänomen beobachten, sei es oft die Venus, erklärt Wetterexperte Marc Vornhusen: „Ist sie nahe an der Sonne, sieht man sie nicht. In den Abend- oder ganz frühen Morgenstunden aber kann man sie hell leuchtend tief am West- beziehungsweise Ost-Horizont sehen.“ © dpa
Dieses Foto zeigt einen über Singapur © dpa
DIE ISS: Die Internationale Raumstation kreist in 350 Kilometern Höhe alle 90 Minuten um die Erde. © dpa
Wenn die ISS unsere Breiten überfliegt, erscheint laut Ufologe Werner Walter ein gelbliches Licht „etwas größer als ein Scheinwerfer“, das minutenlang von Westen nach Osten zieht. © dpa
DIE HALOS: Ein Halo (vom griechischen „Halo“ für „Mond“ oder „Sonne“) ist ein Lichteffekt, der durch Reflexion und Brechung von Licht an Eiskristallen in Cirrus-Wolken, an fallenden Schneekristallen oder im Eisnebel entsteht. © dpa
Der Effekt kann laut Vornhusen bis zu 30 unterschiedliche Formen haben. © dpa
„Je nach Form der Kristalle, nach dem Winkel, in dem das Licht auf die Kristalle trifft und nach der Windstärke entstehen am Himmels weißliche oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Flecken.“ © dpa

Lovejoy könnte laut Guthier am besten morgens im Nordosten etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang zu entdecken sein oder abends, dann im Nordwesten eine Stunde nach Sonnenuntergang. Wer den Kometen verpasse, habe im Januar noch mal Chancen, ihn zu sehen.

Die Ursiden sind nicht so ergiebige Meteorströme wie die Geminiden oder die Perseiden. „Zu erwarten sind zwischen 10 und 30 pro Stunde“, meinte Guthier.

dpa

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