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Wetter in Deutschland: Jetstream bringt ein Sturmtief nach dem anderen - Experte mit aktueller Vorhersage

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Von: Jannis Gogolin

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Im Januar droht ein Sturmtief nach dem anderen, Orkanböen inklusive. Außerdem prognostizieren Wetter-Experten einen Niederschlags-Rekord.

Kassel – Der Start ins neue Jahr war diesmal mit den größtenteils frühlingshaften Temperaturen ein sanfter. Doch der Abklang des Jahres 2022 hatte einen bitteren Beigeschmack. Endete doch das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Und nun dreht sich der Wind. Zwar bleiben die Temperaturen weit weg von winterlich. Doch bald soll sich die sorgenvolle Prognose der Wetter-Experten erfüllen. Denn der warme Jetstream bringt ein Sturmtief nach dem anderen ins Land, berichtet merkur.de.

Wetter im Januar: Regen-Rekord und Orkanböen bis 140 km/h

Am Dienstag, 10. Januar, gibt es laut wetter.net noch einen Tag zum Durchatmen. Bei fünf bis neun Grad, bewölktem Himmel und etwas Regen im Westen des Landes ist der Himmel zwar sonnenlos, aber recht ruhig. Zum Mittwoch steigt die Temperatur um zwei bis vier Grad, die Wolken bleiben, aus dem Westen zieht das Wetter an und langsam ziehen Regen und Wind auf. Die nächsten zwei Tage nimmt das Wetter kontinuierlich an Schärfe zu, bis es spätestens am Wochenende den Höhepunkt erreicht.

Vor Samstag und Sonntag warnt Diplom-Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met gegenüber wetter.net explizit. Neben Temperaturen zwischen fünf und elf Grad und „jeder Menge Regen“ seien Sturm- und Orkanböen zu erwarten, in Hochlagen mit bis zu 140 km/h. In den tieferen Regionen gehe es nur bedingt entspannter zu. Ein starkes Sturmtief zieht über den Norden und Osten mit bis zu 100 km/h.„Das wird ganz schön ruppig“, so Jung. Im Westen und Südwesten seien neben Sturmböen bis Sonntag teils 100 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet.

Niederschlagsmenge Deutschland Januar
Die prognostizierten Niederschlagsmengen sollen den bisherigen Durchschnitt um das Dreifache übertreffen. © www.wxcharts.com

Sturm und Regen hält an – dreifache Niederschlagsmenge erwartet

Der Trend von Sturm und Regen solle die nächsten sechs Tage weiter anhalten. Es herrscht großes Hochwasserpotenzial. Besonders am Rhein und seinen Nebenflüssen müsste man sich auf große Wassermengen bereit machen. Nach den Berechnungen des US-Wettermodells sei im Westen und Süden der Bundesrepublik in den nächsten zwei Wochen mit bis zu 240 Litern pro Quadratmeter zu rechnen. „Das wäre stellenweise fast das Dreifache einer normalen Januarmenge“, betont Meteorologe Jung.

Während Wintersportler dankbar für jede Flocke Schnee sind, die vom Himmel rieselt, verbessert der Niederschlag die schlechte Saison kaum. Etwas Schnee sei laut Jung möglich, aber vermutlich nur über 1.000 Metern Höhe. Und die Menge sollte eher dürftig ausfallen. Mit einer Rückkehr des Winters sei erstmal nicht zu rechnen.

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