Erste Wetter-Prognose

So stehen die Chancen auf weiße Weihnachten

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Wiesbaden - Weiße Weihnachten - wer wünscht sich das nicht. Nun gibt es erste Prognosen, ob wir zum 24. Dezember auf die Schnee-Pracht hoffen dürfen oder die Feiertage eher im Grünen verbringen.

Eine Woche vor dem Fest gibt es für Deutschland kaum noch Hoffnung auf weiße Weihnachten. Die Feiertage dürften in diesem Jahr in vielen Flachlandregionen eher grün werden. Diese Tendenz gelte insbesondere für den Westen Deutschlands, sagte Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst am Montag in Offenbach. In den Niederungen von der Ostsee bis zur Oder könne es jedoch auch mal Schnee geben. Ausschlaggebend für das Wetter zu Weihnachten sei eine Luftmassengrenze, die verlässliche Prognosen schwermache. Dabei treffe ein Hochdruckgebiet mit kalter Luft aus Russland auf warme Luft vom Atlantik. Derzeit sei schwer zu sagen, ob und wo sich die milde oder die kalte Luft durchsetze.

So wird das Wetter in Ihrer Region

Laut Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net liegt pünktlich zum vierten Advent diese Grenzwetterlage genau über Deutschland. „Wenige Hundert Kilometer können hier das Zünglein an der Waage zwischen weißer beziehungsweise zumindest frostiger und grüner Weihnacht sein“, sagte Jung.

Generell kommt es auf Meteorologe Friedrich eher selten vor, dass Weihnachten in ganz Deutschland weiß ausfalle. Zuletzt lag 2010 an allen drei Weihnachtstagen bis in die Niederungen eine dichte Schneedecke. Davor sei dies 1986 der Fall gewesen. „Immerhin eine Zeitspanne von 24 Jahren“, betonte der Wetterexperte. Auch 1981 waren die drei Weihnachtstage weiß.

Garantie für weiße Weihnachten nur in den Bergen

Besonders selten schneie es pünktlich zu Weihnachten im Westen in den Regionen um Düsseldorf und Frankfurt am Main. „Hier kommt es nur etwa alle zehn Jahre vor, dass an den drei Weihnachtstagen Schnee liegt“, erläuterte Friedrich. Die Schneewahrscheinlichkeit nehme nach Osten und Süden hin zu. „In München gibt es fast jedes zweite Jahr weiße Weihnachten.“ Wer sicher gehen wollte, weiße Weihnachten feiern zu können, müsse in die südlichen Berglagen reisen, etwa in die Alpen oder den Bayerischen Wald. „Hier liegen die Chancen bei nahezu 100 Prozent.“

Eher nass als weiß dürften in einigen Regionen Deutschlands die nächsten Tage ausfallen. Tauwetter und anhaltender Regen lassen dort die Pegel der Flüsse steigen, es droht Hochwasser.

In Trier wurde am Montag ein Pegel von 6,12 Metern gemessen, wie ein Sprecher des dortigen Hochwassermeldezentrums auf dapd-Anfrage sagte. Damit trat die Mosel zum ersten Mal in dieser Hochwassersaison über die Meldegrenze von 600 Zentimetern. Für die kommenden Tage werde mit einem weiteren moderaten Anstieg gerechnet. „Wir werden die ganze Woche mit dem Hochwasser beschäftigt sein“, schätzte der Sprecher.

Tipps für kalte Tage

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Reichlich Wasser trinken gilt im Winter genauso wie in den heißen Sommermonaten. Der Kreislauf braucht bei tiefen Temperaturen genauso viel Flüssigkeit wie bei höheren Temperaturen. © dpa
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Kaffee wärmt zwar für kurze Zeit, verschlechtert aber auf lange Sicht die Durchblutung. Die Folge: man friert weiter. © dpa
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Schnaps soll angeblich gegen die klirrende Kälte helfen - ein Irrglaube. Alkohol ist bei Minus-Temperaturen sogar gefährlich, weil er die Blutgefäße weitet. Wer getrunken hat, merkt oft nicht, dass der Körper auskühlt. © dpa
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Mal abgesehen von den vielen giftigen Stoffen in Zigaretten, verengt das Rauchen auch die  Blutgefäße und lässt die Hauttemperatur sinken. Raucher frieren also schneller. © dpa
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Rohkost ist gesund - in der kalten Jahreszeit kühlt sie den Körper allerdings aus. Wer es warm haben will, greift lieber zu Suppen und Eintöpfen . © dpa
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Warm einpacken hilft Menschen zwar gegen die Kälte, Hunde sollten aber nur dann Kleidung tragen, wenn sie entweder sehr klein oder krank sind. © dpa
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Kinder spielen in der kalten Jahreszeit gerne im Schnee. Da sie oft jedoch nicht merken, dass sie auskühlen, sollten die Eltern darauf achten, dass ihre Sprösslinge nicht zu lange draußen bleiben. © dpa
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Frische Luft ist für Kleinkinder gesund - auch bei Minustemperaturen. Wenn die Kinder über vier Wochen alt sind, steht einem ausgedehnten Spaziergang nichts im Wege. Allerdings sollte man das Kind warm anziehen und das Gesicht mit einer Wetterschutzcreme einfetten. © dpa
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Wer auch bei sibirischen Temperaturen Schmuck tragen will, sollte wissen, dass Metall bei Minustemperaturen an der Haut festfrieren kann. Also lieber auch mal ohne Ohrringe auf die Straße gehen. © dpa

Derweil erreichte der Rhein in Mainz einen Wasserstand von 4,34 Metern. Die Meldehöhe von 5,50 Metern wird nach Einschätzung einer Sprecherin des Hochwassermeldezentrums diese Woche wohl nicht erreicht. Es handele sich lediglich um eine kleine Hochwasserwelle, die vom Oberrhein her komme. Die weitere Entwicklung sei aber stark davon abhängig, ob es weiter regne.

dapd

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