Wieder Schnee am Wochenende

Winter im Frühling: Das Wetter spielt weiter verrückt

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Auch die Frühlingsblüher müssen weiter frieren.

München - Der Winter beweist langen Atem. Auch in den kommenden Tagen wird er nicht abtreten. Im Gegenteil, es schneit weiter. Wann geht ihm endlich die Luft aus?

Wer dieser Tage aus dem Haus geht, der kann sich nur noch wundern: vielfach verschneite Landschaften und Frühtemperaturen um oder unter zehn Grad. „Ich selbst habe heute Morgen in Rheinhessen satte minus zwölf Grad gemessen. Das sind Werte, die in dieser Region selbst im Hochwinter nicht allzu oft erreicht werden. Doch der Umstand, dass es um 7 Uhr schon richtig hell war sagte mir noch mal ganz deutlich: es ist bereits Mitte März und wir sind vom Hochwinter eigentlich weit entfernt“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.  Man mag es kaum glauben, aber etliche Regionen durchleben derzeit die tiefsten Nachttemperaturen des gesamten Winters. Als tiefste Lufttemperatur wurden heute Morgen im sächsischen Hoyerswerda minus 15 Grad gemessen. In Warburg in Nordrhein-Westfalen war es in Bodennähe gar minus 21 Grad kalt. An Frühling ist bei solchen Tiefstwerten noch gar nicht zu denken.

Das Wochenende bleibt winterlich

Und auch in den kommenden Tagen geht es eher spätwinterlich als frühlingshaft weiter. So einen langen Atmen hat der Winter selten zuvor bewiesen. Zwar sind Kälterückfälle im März keine Seltenheit, doch in der Regel ist dieser Spuck nach zwei oder drei Tagen schon wieder vorbei. Doch diesmal haben wir vor allem im Osten und Norden schon eine volle Woche Märzwinter zu verzeichnen.

Top 10 Sonnen-Ziele im Winter

Bikini
Zum Winterurlaub in die Sonne: 77 Prozent haben diesen Winter, laut einer Umfrage von lastminute.de, mehr denn je den Wunsch, in die Sonne zu reisen. Nur 12 Prozent wollen in den Schnee. Hier haben wir die besten Reiseziele in die Sonne zusammengestellt. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Dubai: Im Winter circa 30 Grad und so gut wie kein Regen. Das bekannteste der sieben Vereinigten Arabischen Emirate lockt im Winter mit dauerhaft sonnigem Wetter. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 6 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Fuerteventura: Im Winter circa 24 Grad und selten Regen. Fuerteventura, eine der Kanarischen Inseln, liegt vor der Küste Afrikas. Ein Vorteil der Insel: die Berge sind niedrig, so dass die Wolken darüber hinwegziehen - deshalb regnet es hier selten. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 4,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Hurghada: Im Winter circa 27 Grad und kaum Regen. Hurghada liegt am Roten Meer in Ägypten und ist seit Jahren das ganze Jahr hindurch eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen - vor allem auch im Winter wegen dem zuverlässig sonnigen Wetter. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 4,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Langkawi: Im Winter um die 30 Grad und trocken. Vor der Nordwestküste Malaysias liegt die Insel Langkawi - und im Gegensatz zur Ostküste Malaysias gibt es hier keine Regenzeit. Kombiniert mit den tropischen Temperaturen macht dies Langkawi zu einem herrlichen Winterziel. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 12,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Malediven: Im Winter fast 30 Grad und von Januar bis März ist Trockenzeit.Über 1000 Inseln - eine schöner als die andere: Als beste Reisezeit für die Malediven gelten unsere Wintermonate. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 11 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Miami: Im Winter circa 23 Grad und wenig Regen. Die Sommer sind heiß-feucht, die Winter aber trocken-warm in Miami - was die Traumstadt in Florida zu einem tollen Bibber-Flucht-Ziel macht. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 9 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Oman: Im Winter circa 25 Grad und kaum Regen. Hier im Osten der Arabischen Halbinseln ist der Orient noch lebendig. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 7,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Phuket: Im Winter um die 30 Grad und Januar bis April am trockensten. Im Süden von Thailand liegt Phuket - die größte Insel des Landes mit bergiger Landschaft, üppiger Vegetation und traumhaften Stränden. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 11 Stunden.  © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
St. Lucia: Im Winter circa 25 Grad und Januar bis April ist Trockenzeit. St. Lucia - eine kleine Insel in der Karibik mit üppigen Wäldern, herrlichen Berglandschaften, traumhaften Stränden. Während unseres Winters locken hier tropische Wärme und ab Januar wenig Regen. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 7,5 Stunden. © dpa
Top 10 Sonnen-Ziele im Winter
Ras al Khaimah - im Winter circa 30 Grad und Regen ist eine Seltenheit. Ras al Khaimah ist eines der Emirate der Vereinigten Arabischen Emirate und bietet Sommer im Winter - mit 30 Grad und so gut wie keinem Regen. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt circa 6 Stunden. © dpa

Der Samstag wird noch der schönste Tag vom Wochenende. Bei Null bis sieben Grad scheint zeitweise die Sonne, später ziehen jedoch vor allem im Westen vermehrt Wolken heran. Die bringen in der Nacht zum Sonntag dort Schnee und auf den Straßen kann es wieder gefährlich glatt werden.

Der Sonntag macht seinem Namen dann so gut wie überhaupt keine Ehre. Die Schneefälle breiten sich weiter nach Osten aus, in tiefen Lagen fällt zunehmend Schneeregen oder Regen. Dabei werden ein bis neun Grad erreicht.

Zum Wochenstart streck der Frühling seine Fühler aus

Der Start in die neue Woche bringt dann schon wieder große Temperaturunterschiede. Im äußersten Süden schafft es ein Schwall Frühlingsluft ins Land und es werden zehn bis 15 Grad erreicht. Im Norden dagegen nur Höchstwerte zwischen null und sechs Grad. Nördlich des Mains fällt dann zeitweise Schnee oder Schneeregen.

„In der zweiten Wochenhälfte gibt es zaghafte Tendenzen, dass uns milde Frühlingsluft mit Höchstwerten bis 17 Grad einen Besuch abstattet. Ob das nur ein Kurzbesuch oder eine längerfristige Angelegenheit wird, bleibt abzuwarten“ so Wetterexperte Jung.

Die exakten Wetter-Aussichten für ihre Region

Und dann? Kommt der Winter dann abermals zurück? Nein, sagt Jung. Nach Ostern nimmt der Frühling Fahrt auf. Stellenweise wird im Südwesten schon zur Monatsmitte die 20-Grad-Marke spürbar überschritten. Im Süden kratzen wir stellenweise schon an sommerlichen 25 Grad. Insgesamt wird der April wärmer und sonniger als im langjährigen Durchschnitt ausfallen.

Wetter-Weisheiten: Welche Sprüche wirklich stimmen

Wetter Bauernregeln
Ist der Januar feucht und lau, wird das Frühjahr trocken und rau. Falsch! Es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen einem feuchten Januar und einem trockenen Frühjahr – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade mal bei 50 Prozent. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. Stimmt! Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr schwach. Für den kommenden Sommer hieße das trotzdem: viel Sonne und tropische Temperaturen, denn heuer war’s im Januar weiß und kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Vigilius (31.1.), im Märzen Kälte kommen muss. Volltreffer! Liegen die Temperaturen Ende Januar unter dem Gefrierpunkt, ist es oft auch im März bitterkalt. Heuer gab‘s in München an diesem Tag keinen Frost, der März könnte also mild ausfallen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist der Februar sehr warm, friert man Ostern bis in den Darm. Quatsch! Auch wenn die Wortwahl das Wetter nun sehr anschaulich beschreibt: An dieser Bauernregel ist nix dran. © dpa
Wetter Bauernregeln
Scheint an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und Eis. Richtig! Scheint die Sonne Anfang Februar häufiger als normal, ist es mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent im Februar und März frostig und kalt. Das liegt an der sogenannten Erhaltungsneigung des Wetters: Bringt ein Hochdruckgebiet Anfang Februar viel Sonne, bleibt das Wetter oft gleich über mehrere Wochen schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Felix und Petrus (21./22.2.) zeigen an, was wir 40 Tage für Wetter han. Richtig! In ganz Deutschland stimmt diese Regel in zwei Drittel aller Fälle. Regnet es an diesen Tagen nicht, bleiben auch die kommenden Wochen trocken – gleicher Zusammenhang gilt für die Temperaturen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Im Februar Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß. Schön wär’s! Auf einen kalten Februar folgt nicht zwangsläufig ein schöner Sommer – die Wahrscheinlichkeit liegt gerade einmal bei 50 Prozent. Schade eigentlich… © dpa
Wetter Bauernregeln
Im März viel Schnee und Regen bringt wenig Sommersegen. Blödsinn! Untersuchungen zeigen keinen Zusammenhang. Man darf also auch nach einem verschneiten März auf einen Super-Sommer hoffen! © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn es Kunigunden (3.3.) friert, sie’s noch 40 Nächte spürt. Stimmt nur tendenziell! In Süddeutschland trifft diese Regel mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Friert es auf Gertrude (17.3.), der Winter 40 Tage nicht ruht. Stimmt überwiegend! Ist es Mitte März unterdurchschnittlich kalt, bleibt die zweite Märzhälfte zumindest mit einer Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent kalt. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wie das Wetter zu Frühlingsanfang (21.3.), ist es den ganzen Sommer lang. Stimmt! Entscheidend sind die Tage um diesen Stichtag. Wahr ist, dass es bei wenig Regen in diesen Tagen in sechs von zehn Sommern niederschlagsarm bleibt. Ist es hier zu warm und sonnig, bleiben Juni und Juli zu fast 70 Prozent schön. © dpa
Wetter Bauernregeln
Hält St. Ruprecht (28.3.) den Himmel rein, so wird es auch im Juli sein. Stimmt! Scheint dann die Sonne, ist der Juli mit über 72 Prozent Wahrscheinlichkeit sonniger als normal. Schlechtes Wetter um den 28.3. bringt mit 60-prozentiger Sicherheit auch einen trüben Juli. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gibt’s im April mehr Regen als Sonnenschein, wird warm und trocken der Juni sein. Stimmt überwiegend nicht! Lediglich im Osten der Republik trifft die Regel in sechs von zehn Jahren zu. Prinzipiell ist aber kaum ein Zusammenhang zwischen April- und Juniwetter nachgewiesen. © dpa
Wetter Bauernregeln
Wenn’s viel regnet am Amantiustag (8.4.), ein dürrer Sommer folgen mag. Stimmt nur für den Süden! Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für einen trockenen Sommer sogar zwischen 70 und 80 Prozent, wenn es Anfang April mindestens doppelt so viel geregnet hat wie üblich. © dpa
Wetter Bauernregeln
Auf einen nassen Mai folgt ein trockener Juni. Stimmt nur für den Süden! Im Großteil Deutschlands folgen auf einen nassen Mai genauso oft feuchte wie trockene Monate, in Ostdeutschland stimmt sogar das Gegenteil. © dpa
Wetter Bauernregeln
Das Wetter am Siebenschläfertag (27.6.), sieben Wochen bleiben mag. Stimmt! Diese bekannte Regel trifft vor allem dann zu, wenn man als Datum den 7. Juli hernimmt – das ist nämlich nach der Kalenderreform der wahre Siebenschläfertag. Am meisten trifft die Regel für uns im Süden zu. Dieser Tag ist übrigens der Gedenktag für die Sieben Schläfer von Ephesus und Lostag für Bauernregeln und hat nichts mit dem Nagetier zu tun. © dpa
Wetter Bauernregeln
Gießt’s an St. Gallus (16.10.) wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass. Stimmt nicht! Hier besteht kein nachweisbarer Zusammenhang. Wieder einmal trifft die Bauernregel am ehesten für den Süden Deutschlands zu. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa
Wetter Bauernregeln
Ist’s an Weihnachten kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald. Stimmt! Durchschnittlich folgt in fast sieben von zehn Fällen auf ein kaltes Fest ein zu warmer Februar. Heuer an Weihnachten war’s in München mit Temperaturen knapp über null Grad relativ mild, der Frühling lässt noch auf sich warten. © dpa

Mit dem Mai steht ein echter Wonnemonat ins Haus. Den ganzen Monat über gibt es reichlich Sonnenschein. Insgesamt wird der Monat deutlich sonniger als normal ausfallen. Zudem werden für den Süden und Westen bereits etliche Sommertage mit Höchstwerten über 25 Grad erwartet. Unterm Strich wird auch der Mai heller ausfallen als normal. Die Eisheiligen, die normalerweise zur Monatsmitte noch mal mäßigen Nachtfrost bringen, der den Pflanzen gefährlich werden kann, zeigen sich dieses Jahr gnädig und sorgen für nur wenig Abkühlung.

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