Unwetter: Unfälle in Nordhessen und Südniedersachsen, Straßen gesperrt

Kassel/Northeim. Die ersten Ausläufer des Orkans „Andrea“ haben am Donnerstagmorgen in Nordhessen und Südniedersachsen Schäden angerichtet und für zahlreiche Unfälle gesorgt.

Video: Baum stürzte in Northeim auf Straße

 

Nordhessen

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Gegen kurz nach 6 Uhr verursachte ein umgestürzter Baum auf der B 7 zwischen Calden und Vellmar zwei Unfälle. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Die Fahrbahn war gegen 7 Uhr wieder frei. Durch aufkommenden Schneefall und Aqua-Planing kam es auf der A 7 zwischen Lutterberg und Kassel-Nord, der A 44 zwischen Zierenberg und Breuna und auf der A 49 zwischen Gudensberg und Fritzlar zu Unfällen mit Blechschäden. Teilweise mussten deshalb Fahrstreifen gesperrt werden.

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Komplett gesperrt wurde die Landesstraße zwischen Bad Emstal-Sand und Schauenburg-Breitenbach. Dort sind mehrere Bäume umgestürzt.

Etwa eine halbe Stunde gesperrt wurde auch die Kreisstraße zwischen Schauenburg-Elgershausen und Kassel-Wilhelmshöhe in Höhe des Forsthauses am Brand. Nach Angaben der Elgershäuser Feuerwehr war gegen 8.15 Uhr eine acht Meter hohe Tanne auf die Fahrbahn gefallen und hatte beide Fahrspuren versperrt. Laut Wehrführer Carsten Borowski sägten die Einsatzkräfte die Tanne in drei Teile und entfernten sie von der Straße.

In der Nachbarstadt Baunatal hingegen blieb es bislang ruhig. Stadtbrandinspektor Dirk Wicke meldete keine Schäden durch den Sturm.

Kurzclip: Überschwemmung in der Kasseler Unterneustadt

Auch dort war die Feuerwehr mit Aufräumarbeiten beschäftigt. In der Kasseler Unterneustadt wurde ein Sportplatz überschwemmt.

Starker Sturm hat in der Nähe von Christerode einen Baum zu Fall gebracht. Er stürzte auf die angrenzende Landesstraße 3161, die den Ort mit Hauptschwenda und Olberode verbindet.

Weitere Sturmschäden sind bislang nicht gemeldet worden. (jal)

Fotos: So wütet Andrea in Deutschland

So wütet Sturmtief "Andrea" in Deutschland

Die Vorboten des für Donnerstag angekündigten Orkantiefs „Andrea“ haben den Landkreis Waldeck-Frankenberg größtenteils verschont. An manchen Stellen fiel am Donnerstagmorgen allerdings eine größere Schneemenge, wie auf der Bundesstraße 253 zwischen Hundsdorf und Löhlbach. Mehr dazu hier: Orkantief „Andrea“ brachte den Winter kurz zurück

Die Landesstraße zwischen dem Guxhagener Ortsteil Wollrode und Wattenbach war bis zum Donnerstagnachmittag gesperrt. Die Behörden befürchteten, dass dort weitere Bäume umstürzen könnten. Mehr aus dem Bereich der Melsunger Straßenmeisterei lesen Sie hier: Wollrode: Behörden befürchten weitere Sturmschäden

Südniedersachsen

Auf der Bundesstraße 241 zwischen Northeim und Hammenstedt wurde im Bürgerholz ein Baum umgeknickt. Bis zur Beseitigung mussten die Verkehrsteilnehmer Umwege in Kauf nehmen.

Fotos: Landkreis Northeim - Sturm entwurzelt Bäume

Landkreis Northeim: Sturmtief entwurzelt Bäume

Weggeblasen hat Andrea ein Kunststoffgewächs am Ortsausgang Katlenburg Richtung Lindau. Am Georgshof in Uslar trat der Mühlengraben über die Ufer und setzte Teile des Reiterhofs unter Wasser. In Schönhagen sind nach einem Sturzregen mehrere Keller voll Wasser gelaufen. (ajo)

Fotos: Überschwemmungen im Uslarer Land

Sturmtief Andrea: Überschwemmungen im Uslarer Land

Im Uslarer Land hat das Sturmtief Andrea für Blitz, Donner und Überschwemmungen gesorgt. In der Ortschaft Vahle kam das Wasser vom Feld und lief durch ein Wohnhaus am Ortsrand. In Uslar erwischte es einmal mehr den Georgshof. Das Wasser kam vom oberhalb gelegenen Mühlengraben und lief in die Gebäude des Reiterhofes am Stadtrand.

Mehr aus dem Bereich Uslar hier: Sturmtief Andrea sorgt für Überschwemmungen im Uslarer Land

In Schönhagen sorgten verstopfte Gräben dafür, dass das Wasser über eine Wiese auf ein Hofgelände floss und es überschwemmte. Überall sorgte die Feuerwehr für Hilfe. In Schönhagen baggerte der Bauhof die Gräben frei.

Menschen kamen bei dem Unwetter nicht zu schaden. (fsd)

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach erwarteten für den Donnerstag weitere Orkanböen mit Regen und Schnee. Landesweit gab der DWD eine Unwetter-Vorwarnung heraus. „Andrea“ ist stärker als „Ulli“, der am Dienstag tobte.

Der neue Orkan soll aber etwas schwächer ausfallen als „Kyrill“, der im Januar 2007 in Europa schwere Schäden angerichtet hatte. Auch am Wochenende soll es den Angaben zufolge bei dem stürmischen und regnerischen Wetter bleiben.

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