Wie der Henkel an die Tasche kam

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Henkel ließen die Handtasche vom schmucklosen Beutel zum stylishen Accessoire mutieren. © Caesar25 - Fotolia.com

Handtaschen sind der Frauen liebste Accessoires und fast alle besitzen mehrere Exemplare: Vom sündteuren Designermodell bis zur praktischen Shopper. Doch woher kommen eigentlich die tollen Taschen? Ein Blick in die Geschichte.

Taschen machen Damen und so manches Stück aus angesagten Kollektionen kostet vierstellige Beträge. Im Schrank jeder europäischen Frau finden sich im Durchschnitt sieben Exemplare, die Italienerinnen nennen gar 60 Stück ihr Eigen. Kein Wunder: Eine elegante Henkeltasche von Picard wertet jedes Outfit auf. Dank hochwertigem Leder und modischer Designs passen die attraktiven Begleiter zum Business-Look ebenso wie zur stylishen Freizeitkleidung für den City-Bummel. Die Anfänge des trendigen Trageutensils lassen den heutigen Ruhm nicht vermuten. Im Mittelalter transportierte man sein Hab und Gut noch im schnöden Beutel.

Der Tragebeutel des Mittelalters

Hauptsache praktisch, lautete lange Zeit die Devise für Taschen. Die Tragebeutel des Mittelalters fristeten ein eher unbeachtetes Dasein am Gürtel oder unter der Kleidung. Einen Charakter als Statussymbol erhielt das Utensil nur durch seinen Füllzustand: Mit prallen Beuteln demonstrierte das aufstrebende Bürgertum ab 1500 den neu gewonnenen Wohlstand. Die Damenwelt trug die Geldsäckchen an langen Bändern, was dem „Beutelschneider“ die Arbeit erleichterte. So mancher Münzbehälter fiel durch einen gezielten Schnitt dreisten Dieben zum Opfer.

Henkel bringen den Durchbruch

Den nächsten Entwicklungsschritt auf dem Weg zur heutigen Damenhandtasche verdankt das Accessoire der Handarbeit. Im 18. Jahrhundert war Sticken schwer in Mode. Das notwendige Handwerkszeug wurde in Arbeitsbeuteln mit Zugband verstaut, die am Arm baumelten. Aus diesen wurden schließlich kleine Täschchen, die sogenannten Ridiküls. Ihren Durchbruch feierte die Handtasche aber erst, als sie mit Henkeln ausgestattet wurde. Auf Reisen war ihr Transport dadurch einfach praktischer und ab Ende des 19. Jahrhunderts gehörte die Henkeltasche zum Straßenbild.

Ein Star wird geboren

Zu echten Stars der Modewelt stiegen die Handtaschen im 20. Jahrhundert auf. Designergrößen wie Gucci, Prada oder Vuitton schufen die Klassiker, nach denen sich die Damenwelt bis heute verzehrt. Nie war die Bandbreite an Modellen vielfältiger. Von der henkel- und trägerlosen Clutch bis zur riesigen Shopper, von der eleganten Abendtasche bis zum Messenger Bag reicht die Auswahl. Und die Zukunft dürfte weitere spannende Modelle für uns bereithalten. Lassen wir uns überraschen!

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