Wikileaks-Informant schweigt zu Vorwürfen

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Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning

Fort Meade - Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning hat sich in einer Anhörung auf einem Militärstützpunkt in den USA am Donnerstag nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen des Geheimnisverrats geäußert.

Zu den 22 Anklagepunkten gegen den 24-Jährigen gehört auch Unterstützung des Feindes. Sollte er in diesem Anklagepunkt schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Manning wird beschuldigt, mehr als 700.000 geheime US-Dokumente und der Geheimhaltung unterliegende Videoaufnahmen von Kampfeinsätzen an die Internet-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Seine Verteidiger beschrieben Manning als einen emotional instabilen jungen Mann, der nie im Irak hätte stationiert und dort auch keinen Zugang zu geheimen Informationen hätte erhalten dürfen.

Was ist Wikileaks? Sieben Fakten zum Projekt

Gegründet wurde Wikileaks im Jahr 2006 nach eigenen Angaben von chinesischen Dissidenten, Journalisten, Mathematikern sowie Technikern von Start-up-Unternehmen aus den USA, Taiwan, Europa, Australien und Südafrika. © dpa
Wikileaks steht nicht in Verbindung mit dem Internetlexikon Wikipedia, benutzt aber das gleiche Programm, das die Bearbeitung durch beliebige Nutzer ermöglicht. Der englische Begriff “leak“ bedeutet “Leck, undichte Stelle“. Die Dokumente werden vor der Veröffentlichung von Mitarbeitern gesichtet und überprüft. © dpa
Wikileaks finanziert sich durch Spenden, der Finanzbedarf lag 2010 bei 600.000 Dollar jährlich. Im Dezember 2010 verhängten Kreditkartenfirmen wie Visa, MasterCard und Western Union eine Blockade gegen Wikileaks. © dpa
Mehr als eine Million Dokumente hat Wikileaks veröffentlicht, seit es Anfang 2007 im Internet startete. © dpa
Offizieller Sitz war zunächst Schweden, später wechselte Wikileaks auf Server in Frankreich und auf etliche Spiegelserver. Als treibende Kraft hinter Wikileaks gilt der Australier Julian Assange. Sein Sprecher Daniel Domscheit-Berg zog sich wegen interner Differenzen aus dem Projekt zurück. © dpa
Im vergangenen Jahr arbeiten fünf Vollzeitmitarbeiter sowie 1000 weitere, teils sporadische Mitarbeiter für das Projekt. © dpa
Rund 100 juristische Verfahren wurden bereits gegen Wikileaks angestrengt, die sämtlich von dem Projekt gewonnen wurden. © dpa

dpa

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