In Botsuana

Wilderer töten fast 90 Elefanten in drei Monaten

+
Symbolbild Elefant

Wilderer in Botsuana haben innerhalb der vergangenen drei Monate nach Angaben von Tierschützern mindestens 87 Elefanten getötet.

Gaborone - Sie nahmen vor allem ältere männliche Elefanten ins Visier, da sie die größten Stoßzähne haben, wie die Organisation Elefanten ohne Grenzen am Dienstag erklärte.

Die Gruppe führt derzeit aus der Luft eine Erhebung zur Zahl der Elefanten in dem Land im südlichen Afrika durch. „Jeden Tag sehen wir getötete Elefanten“, erklärte Mike Chase, der Direktor der Gruppe. Das Ausmaß der Wilderei sei erschreckend.

Besorgniserregende Jagd

Die Tierschützer des WWF warnten, die Jagd auf Botsuanas Elefanten sei besorgniserregend für die Erhaltung der Art. „Dieser beispiellose Angriff zeigt, wie erbarmungslos die hochgerüstete Wildtiermafia vorgeht“, sagte die WWF-Referentin für Wildtierkriminalität, Katharina Trump.

Botsuana habe bislang noch als sicherer Hafen für die Dickhäuter gegolten. Dort sollen rund 130 000 bis 150 000 Elefanten leben, etwa ein Drittel des Gesamtbestandes in Afrika.

Lesen Sie auch: Umstrittene Auktion von Nashorn-Horn beschäftigt Justiz

Wilderer wollen das Elfenbein

Die meisten Elefantenkadaver sollen in der Nähe des nördlichen Nationalparks Okavango-Delta gefunden worden sein. Wilderer haben es wegen der Stoßzähne auf die Elefanten abgesehen. Sie verkaufen das Elfenbein illegal für teures Geld, häufig an Kunden in Asien.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.