Alternative Energie

300 Meter große Windenergieanlage soll 80.000 Haushalte mit Billig-Strom versorgen

Eine Coimputersimulation zeigt eine Offshore-Windkraftanlage, die aus einem Gitter aus hunderten Rotoren besteht.
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Das Unternehmen Wind Catching Systems arbeitet an einer revolutionären Offshore-Windanlage.

Ein norwegisches Unternehmen arbeitet an einer Offshore-Windkraftanlage, die aus mehreren hundert Rotoren besteht und für Tausende Haushalte günstigen Strom erzeugen soll.

Lysaker - Wenn es um Windenergie geht, spalten sich die Geister. Die Befürworter sehen in ihr eine echte Alternative zu fossilen Energieträgern, die Gegner hingegen stören sich an dem Erscheinungsbild der Windparks.

In den vergangenen Jahren haben immer mehr Start-ups neue Lösungswege für klimafreundliche Energiegewinnung aufgezeigt - auch neue Technologien der Windenergie. Das spanische Unternehmen Vortex Bladeless arbeitet beispielsweise an einer Windturbine, die ganz ohne Rotorblätter funktioniert (*FNP berichtete). Nun kommt eine neue Idee aus dem Norden: Ein Unternehmen aus Norwegen plant eine riesige Offshore-Windkraftanlage, die 80.000 Haushalte mit Billig-Strom versorgen soll.

Revolutionäre Windkraftanlage: Lösung fünfmal effektiver

Aktuell stellt das Projekt der Firma Wind Catching Systems noch eine reine Computersimulation dar, doch schon 2022-2023 soll die neuartige Windenergieanlage eingesetzt werden. Während herkömmliche Windkraftanlagen mit einem einfachen Rad ausgestattet sind, funktioniert der „Windcatcher“ der Norwegen als quadratisches Gittergerüst. Die Lösung soll laut 4coffshore.com fünfmal so effektiv sein wie konventionelle Offshore-Windräder und einen bis zu 80 Prozent kleineren Flächenverbrauch vorweisen.

In der etwa 300 Meter großen Windfarm sollen mehrere Rotoren (mehr als 100) angebracht werden, die jeweils eine Kapazität von einem Megawatt haben. Die Windkraftanlage soll auf Plattformen auf dem Meer verankert werden und kann geschleppt werden. 80.000 Haushalte sollen dabei von einer einzigen Anlage versorgt werden können.

„Unser Ziel ist es, Offshore-Windkraftbetreibern zu ermöglichen, Strom zu einem Preis zu produzieren, der mit anderen Energiequellen konkurrieren kann, ohne Subventionen.“, erklärt Ole Heggheim, der CEO von Wind Catching Systems. *FNP ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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