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Gibt es ein Winter-Comeback? Wetterexperte spricht von „fettem Schneebringer“

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Von: Martina Lippl

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Schnee ist angesagt. Die Wetterlage ändert sich in Deutschland drastisch. Kaltluft ist im Anmarsch. Bis ins Flachland schneit es.

München – Schmuddelwetter mit Regen und stürmischen Böen sind diese Woche angesagt. In der kommenden Nacht greift laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) „in der strammen westlichen Strömung von der Nordsee eine Warmfrontwelle auf uns über“. Im Südwesten Deutschlands können 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Das Hochwasserrisiko steigt. Es bleibt noch viel zu warm für diese Jahreszeit. Doch die Temperaturen stürzen am Sonntag (15. Januar) ab und das bedeutet: Schnee.

Winter-Comeback in Deutschland: Temperaturen stürzen ab – Schnee und Kälte kommen zurück

„Nächste Woche bekommen wir wohl eine Nordwestströmung. Es wird kälter und damit sinkt die Schneefallgrenze“, teilt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met laut Wetterportal wetter.net mit. „Zumindest in mittleren und höheren Lagen kann es in Deutschland dann endlich mal weiß werden.“

Je nach Wettermodell kommt Schnee und Kälte nach Deutschland zurück, berichtet merkur.de. Massive Kaltluft strömt über die Nordsee ein. Oberhalb von 400 bis 500 Meter fällt dann Schnee. Kräftige Schneeschauer sind laut dem Wetterexperten auch bis in tiefe Lagen möglich.

Kommt im Januar nochmal eine weiße Wetter-Überraschung nach Deutschland? (Symbolfoto)
Kommt im Januar nochmal eine weiße Wetter-Überraschung nach Deutschland? (Symbolfoto) © NurPhoto/Imago

Winter-Wetter in Deutschland: Schneefallgrenze sinkt auf 400 Meter ab

Schon am Sonntag fällt die Schneefallgrenze am Alpenrand bereits auf 800 Meter, teilt auch der DWD mit. Bis Dienstag fällt sie weiter auf 400 Meter.

Nach dem europäischen Wettermodell ECWMF kündigt sich eine Schneefront am Dienstag im Westen des Landes an. „Fetter Schneebringer“ nennt Meteorologe Jung diese aktuelle Prognose. 50 Zentimeter Schnee im Schwarzwald und in der Eifel sowie auf dem Hunsrück könnte bis 25 Zentimeter nach den Modellberechnungen zusammenkommen.

Schnee in Deutschland: Wie lange hält sich das Winterintermezzo?

Das sei allerdings mit Vorsicht zu genießen, betont der Wetterexperte ein. „Die Europäer übertreiben gerne mal mit den Schneehöhen“, erklärt Jung. Das Modell gehe davon aus, dass der Schnee liegen bleibe. Doch der Boden sei noch sehr warm und der erste Schnee würde wegtauen.

Ob sich die Wetterprognose hält, bleibt abzuwarten – beim Thema Schnee kann sich bekanntlich einiges schnell ändern. Und bis zur nächsten Woche ist ja auch noch etwas Zeit. Wie lange sich das Winterintermezzo hält? „Derzeit deuten die Wettermodelle allerdings nur eine kurze Winterphase an. Auf der Rückseite der Schneefälle könnte es nämlich schnell wieder wärmer werden. Es bleibt also sehr spannend“ erklärt Wetterexperte Jung. (ml)

 

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