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Wintereinbruch in England: Drei Kinder sterben in zugefrorenem See

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Von: Patrick Huljina

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Der Winter ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien angekommen. In England gab es jetzt auch Tote.

Update vom 12.12.2022, 15:30 Uhr: Drei der Kinder, die am Sonntag im eingefrorenen Babbs Mill Lake in Solihull eingebrochen sind, sind ihren Verletzungen erliegen. Das berichtet die West Midlands Police auf einer Pressekonferenz. Richard Stanton, der Leiter der West Midlands Feuerwehrwache, bezeichnete die Todesfälle als eine „unbeschreibliche Tragödie“. Ein weiterer sechsjähriger Junge befindet sich nach wie vor in einem kritischen Zustand.

Die Suche nach weiteren Kindern in dem See werde so lange fortgesetzt, bis sich die Rettungskräfte absolut sicher sein können, dass sich niemand mehr im Wasser befindet. Am Sonntagabend habe es mehrere Berichte darüber gegeben, wie viele Personen sich auf dem Eis aufgehalten haben könnten. Diese Berichte stimmen jedoch nicht mit der Anzahl der gefundenen Kinder überein.

Solihull
Eine Suchmannschaft in Solihull im Einsatz. Womöglich sind noch weitere Kinder in den See gestürzt. © Matthew Cooper/PA Wire/dpa

Tragödie in England: Rettungskräfte suchen in zugefrorenem See weiter nach Opfern

Es gebe zwar keine Anzeichen dafür, dass noch jemand vermisst werden, aber die Polizei werde „so lange wie nötig“ im Wasser bleiben, um sicher zu sein, erklärt ein Sprecher der West Midlands Police. Beamte hatten bei den Bemühungen, die Kinder zu retten versucht, „das Eis zu durchbrechen“. Einer der Beamten habe dabei eine leichte Unterkühlung erlitten.

Die Polizei bezeichnet den Vorfall als „eindringliche Warnung an alle“, was die Gefahren offener Gewässer angeht. Diese sehen zwar malerisch aus, können aber tödlich sein. „Wir möchten Eltern und Betreuer bitten, ihre Kinder an die Gefahren des Eises zu erinnern. Bitte helfen Sie uns, dass so etwas nicht noch einmal passiert“.

Schnee in England: Wintereinbruch legt Großbritannien lahm

Erstmeldung vom 12.12.2022, 13:00 Uhr: Der Winter ist da. Nicht nur in Deutschland wurde es am vergangenen Wochenende eisig. Auch in England sorgten eiskalte Temperaturen und Schnee insbesondere im Verkehr für Probleme. In Solihull – einer Stadt in der Nähe von Birmingham – mussten zudem mehrere Kinder aus einer Notlage gerettet werden.

Wintereinbruch in England: Mehrere Kinder stürzen in zugefrorenen See

Mindestens vier Kinder sind laut Angaben der Feuerwehr beim Spielen in einen zugefrorenen See eingebrochen und liegen seitdem in kritischem Zustand im Krankenhaus, wie merkur.de berichtet. Rettungskräfte und Augenzeugen sprangen in den See und zogen die Kinder aus dem eiskalten Wasser heraus, wie die Feuerwehr am Sonntagabend mitteilte.

Es gebe Hinweise, dass noch zwei weitere Kinder im Wasser sein könnten. Eine Suchaktion brachte aber bis zum Montagmorgen keine Hinweise auf weitere Opfer. Zum Alter machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Winter-Wetter in England: Schnee legt Verkehr lahm

In weiten Teilen Großbritanniens sorgte das Winter-Wetter mit eiskalten Temperaturen und Schneefall für ein erhebliches Verkehrschaos. Der Flughafen Stansted nordöstlich von London strich am Sonntagabend alle Flüge, weil die Start- und Landebahn verschneit war. Auch an den großen Londoner Airports Heathrow und Gatwick gab es mehrere Absagen. Dort stand zu wenig Enteisungsflüssigkeit zur Verfügung.

England: Schnee an einem Bahnhof.
Bei mehreren Bahnunternehmen kam es durch den Schneefall zu Ausfällen oder erheblichen Verzögerungen. © IMAGO/Alan Stanford

Bei mehreren Bahnunternehmen kam es zu Ausfällen oder erheblichen Verzögerungen. Die Fernstraßenbehörde National Highways warnte vor „gefährlichen Bedingungen“ in Süd- und Südostengland. Es kam zu langen Staus. Auf der Autobahn M25 mussten mehrere Fahrer über Nacht stundenlang in ihren Autos ausharren. Auch mehrere Schulen blieben geschlossen, weil Lehrerinnen und Lehrer nicht anreisen konnten.

In Österreich galt zuletzt „Warnstufe Rot“: Am vergangenen Wochenende stellte man sich dort ebenfalls auf massive Schneefälle ein. In Deutschland warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag vor strengem Frost und Eisregen. (ph/dpa)

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