Wetter-Chaos im Nordosten

Wintereinbruch in den USA: Kasseler ist eingeschneit

Selbst die Umrisse sind schwer zu erkennen: Eingeschneite Autos vor Markus Papes Appartementhaus. Fotos: nh

Buffalo. „Ich bin beruflich viel unterwegs und habe schon einige Naturschauspiele gesehen. Aber so etwas wie diesen Schneesturm habe ich noch nie erlebt", sagte Markus Pape uns am Donnerstag am Telefon.

Der 51-jährige Kasseler ist für eine Vellmarer Firma seit eineinhalb Jahren in den USA tätig. Der Bauingenieur lebt in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York - also im Nordosten der USA, der am stärksten von dem heftigen Wintereinbruch betroffen ist.

Am Montagabend war Markus Pape noch einkaufen - und hat damit ein glückliches Händchen bewiesen, wie er am nächsten Morgen feststellte. Denn über Nacht waren nicht nur die angekündigten 15 Zentimeter Schnee gefallen, sondern gut ein Meter mehr.

Markus Pape

Die Regierung hat die Nationalgarde zur Hilfe gerufen. Selbst auf den freigeräumten Straße sind private Fahrten mit einem Auto untersagt. Papes Büro ist geschlossen, genauso wie viele andere Einrichtungen. In Papes Wohnung gibt es aber immerhin Strom und Wasser, das soll in anderen Teilen der Stadt anders sein. „Zu einem Einkaufszentrum kann ich mich notfalls zu Fuß durchschlagen“, sagt der Kasseler.

Das größte Problem für ihn: Heute soll seine Frau aus Deutschland anreisen. Am Sonntag wollten die beiden nach Las Vegas weiterfliegen. Sie haben schon einige Notfallpläne ausgearbeitet, wie sie mit einer Umbuchung doch noch Las Vegas erreichen können. Der örtliche Flughafen ist noch offen, viele Flüge fallen jedoch aus. Ob, und wenn ja, wann die Reise glückt, ist offen.

Der Wintereinbruch macht einem Großteil der USA zu schaffen, vor allem aber dem Nordosten. Am Dienstag starben dort mindestens acht Menschen in Folge der Schneemassen. Gestern sagten Meteorologen weitere heftige Schneefälle für Buffalo voraus. Die Schneeschneisen sind jedoch sehr schmal, Pape hofft, dass seine Umgebung verschont wird.

In Deutschland ist vorerst nicht mit einem Wintereinbruch zu rechnen, berichten Meteorologen, etwa beim Portal wetteronline.de. (ema)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.