Experte erklärt, warum es in der dunklen Jahreszeit auf die Ausstattung ankommt

Winterreifen für das Fahrrad

Immer gut schmieren: Das Herzstück des Fahrrads, die Kette, sollte im Winter besonders gut gepflegt werden. Robert Lindner rät, die Kette nach jeder Berührung mit Salzwasser zu reinigen. Fotos: Ziemann

Kassel. Das Fahrrad ist für viele Menschen ein Ersatz fürs Auto geworden, vor allem in der Stadt. Neben dem Fahren als Freizeitbeschäftigung sind die Wege mit dem Zweirad zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen deshalb täglich angesagt – auch im Herbst und Winter.

„Es gibt keinen Grund, das Rad in den kalten Monaten in den Keller zu verbannen“, sagt Robert Lindner, Werkstadtleiter bei „Neddermann dem Zweiradexperten“ in Kassel. „Mit der richtigen Ausstattung kann man sich auch bei Schnee und fünf Grad minus aufs Rad schwingen.“ Wie man sein Zweirad winterfest macht, hat uns der Experte beantwortet.

Die Beleuchtung

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist Licht am Rad Pflicht. „Am besten ist eine Lichtanlage vorne und hinten, Reflektoren in den Speichen und an den Pedalen“, erklärt Robert Lindner. Zu empfehlen seien Nabendynamos (Dynamos, die sich in der Vorderradnabe befinden und mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt) – die funktionieren immer. „Seitenläuferdynamos, die früher gang und gäbe waren, fallen bei Regen oft aus“, so der Fachmann.

Die Kette 

Reifen für den Winter.

Die Fahrradkette sollte in den Wintermonaten besondere gut gepflegt werden. „Wenn die Kette mit Salzwasser in Berührung kommt, muss sie sofort sauber gemacht und geölt werden“, sagt Lindner. „Wenn das nicht passiert, wird sie unbeweglich und geht dann auch sehr schnell kaputt.“

Die Reifen 

Seit einigen Jahren gibt es spezielle Winterreifen für Fahrräder. „Das Besondere an den Reifen ist, dass sie Microgranulat in der Gummimischung haben“, erklärt Lindner. „Deshalb haften sie gut bei Schnee.“ Die Reifen kosten etwa 60 Euro. Doch Vorsicht bei Glatteis: „Wenn die Straßen richtig vereist sind, helfen auch Winterreifen nicht mehr“, sagt Lindner. Und noch ein Tipp: Es sollte immer genug Luftdruck auf den Reifen sein. „Am besten pumpt man einmal im Monat nach“, sagt der Zweiradexperte.

Die Kleidung 

In der dunklen Jahreszeit ist helle Kleidung beim Radfahren sehr wichtig. „Zur eigenen Sicherheit sollte man zusätzlich noch eine reflektierende Weste tragen (Kosten etwa 15 Euro) und natürlich einen Helm.“ Wer sich und seine Kleidung vor Spritzwasser und Schlamm schützen will, kann sich Schutzbleche an das Rad montieren lassen. Für das volle Sicherheitsprogramm können unter anderem auch noch Reflektorbänder um die Hosenbeine gebunden und eine Stirnlampe aufgezogen werden.

Der Rahmen 

Der Rahmen des Fahrrads kann vor dem Winter mit Wachs einkonserviert werden. So ist er gegen das aggressive Salzwasser bestens geschützt.

Von Theresa Ziemann

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