Auf Facebook verbreitet

Wirbel um Bild von kambodschanischem König in Schwulenporno

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König Norodom Sihamoni.

Phnom Penh - Gerüchte über die sexuelle Orientierung von Kambodschas König Sihamoni kursieren schon länger. Jetzt droht drei Männern Ärger, die auf Facebook ein anzügliches Foto des 63-Jährigen verbreitet haben.

Kambodschas Polizei fahndet nach drei Verdächtigen, die für eine anzügliche Fotomontage von König Norodom Sihamoni verantwortlich sein sollen. Das Bild, das in Kambodscha und im Nachbarland Thailand auf Facebook geteilt wurde, zeigt den König in einer Szene aus einem Schwulenporno. Wie ein Sprecher des Innenministeriums in Phnom Penh am Montag mitteilte, wurde Haftbefehl gegen drei Verdächtige erlassen, die sich in Kambodscha und Thailand aufhalten sollen.

Sihamoni hatte den Thron 2004 von seinem Vater Norodom Sihanouk übernommen, nachdem dieser abgedankt hatte. Der 63-Jährige ist unverheiratet und hat keine Kinder. Vor der Krönung war er Ballettlehrer in Paris, wo er auch eine eigene Tanzgruppe gründete. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens im Ausland, spricht Englisch, Französisch und Tschechisch. Bei seiner Inthronisierung hatte Sihamonis Mutter auf die Frage, ob bald mit einer königlichen Hochzeit zu rechnen sein, laut dem britischen Telegraph geantwortet, der damals 51-Jährige liebe Frauen, als seien es seine Schwestern

Anders als in Thailand, wo Majestätsbeleidigung mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft wird und selbst der Hund des Königs nicht satirisch auf den Arm genommen werden darf, ist der kambodschanische König nicht durch ein spezielles Gesetz vor Beleidigung geschützt. Der Ministeriumssprecher wollte sich nicht dazu äußern, auf welches Gesetz sich die Ermittlungen gegen die drei Verdächtigen stützen. Weil der König "das ganze Land" repräsentiere, sie eine Beleidigung des Königs wie eine "Beleidigung der ganzen Nation", sagte er. Man müsse etwas in der Sache unternehmen, um eventuelle Nachahmer abzuschrecken, sagte er dem britischen Guardian.  

In Kambodscha ist der König zwar offiziell Staatsoberhaupt, hat aber eher eine symbolische Funktion. Anders als sein inzwischen verstorbener Vater mischt sich Sihamoni auch nicht in die Politik ein.

afp/hn

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