Umgang mit Waffen in der Öffentlichkeit

Wirbel um Waffe eines Karnevalsgardisten in Aachen

Aachen - Mit einem Gewehr, welches Teil seines Gardekostüms war, hat ein Mann in Aachen am Wochenende die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Die warnt vor unbedachten Aktionen.

Nicht lustig haben Polizisten den Spaziergang eines kostümierten Karnevalsgardisten mit seinem Gardegewehr durch die Aachener Innenstadt am Wochenende empfunden. Beamte beschlagnahmten am Samstagnachmittag die sogenannte Anscheinswaffe, die so in der Öffentlichkeit nicht getragen werden dürfe, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Polizisten hätten "rechtlich absolut korrekt gehandelt".

"Mit einem offen getragenen Gewehr am Samstagnachmittag durch die Stadt zu spazieren, ist unbedarft", erklärte die Polizei. Daran ändere auch das Tragen der deutlich erkennbaren Karnevalsuniform nichts. Die Beamten seien zusammen mit dem jungen Mann zum Treffpunkt des Karnevalsvereins "Oecher Penn" gefahren, um dort dem "Waffenträger" eine "eindringliche kurze Unterweisung" zu geben.

Rund sechs Wochen vor Beginn des Straßenkarnevals mahnte die Polizei bereits grundsätzlich zur Sensibilität im Umgang mit Waffen und Kostümen. Die Behörde werde vor dem Karneval aber nochmal auf Vereine und Karnevalisten zugehen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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