Wissenschaftler: Erdbebengefahr in Deutschland gering

Hannover - Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen mögliche Schäden für deutsche Atomkraftwerke durch Erdbeben als “gering bis moderat“ ein.

Deutschland liege im Gegensatz zu Japan nicht an einer aktiven Plattengrenze, sagte Fachbereichsleiter Christian Bönnemann am Dienstag vor dem Hintergrund der Katastrophe in Japan. Zudem seien die in Deutschland gültigen Vorschriften zur Erdbebensicherheit von Kernkraftwerken sehr streng.

“Die Kraftwerke müssen so ausgelegt sein, dass sie Belastungen standhalten, die über die für den Standort zu erwartenden Bebenauswirkungen hinausgehen“, sagte der Leiter des Bereichs für seismologische Gefährdungsanalysen, Thomas Spies. Stärkere Beben kämen hierzulande im Wesentlichen in vier Regionen vor: der Schwäbische Alb, dem Rheingraben, der Niederrheinische Bucht und im Vogtland.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Erdbeben werden seit Anfang des 20. Jahrhunderts instrumentell gemessen. Das stärkste seitdem in Deutschland gemessene Beben ereignete sich den Angaben zufolge 1992 in der Niederrheinischen Bucht und hatte eine Magnitude von 5,9. Die stärksten Auswirkungen für Menschen und Gebäude hatte laut BGR ein Beben in der Schwäbischen Alb 1978. Die Experten sprechen von einer Intensität zwischen sieben und acht.

Kernkraftwerke in Gebieten mit geringer Erdbebengefahr wie in Norddeutschland müssen laut BGR Intensitäten zwischen sechs und sieben widerstehen. Kernkraftwerke in den stärker gefährdeten Regionen seien für Intensitäten zwischen sieben und acht ausgelegt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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