Bis zu 37 Grad - diese Frau ist Wetterhoch Annelie

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Die 90-jährige Annelie Dehnert-Hilscher posiert in Konstanz (Baden-Württemberg) am Ufer des Bodensees auf einer Bank. Das derzeitige Wetterhoch Annelie ist nach ihr benannt.

Der Rest der Woche bleibt schweißtreibend: In den nächsten Tagen werden in Nordhessen und Südniedersachsen Temperaturen jenseits der 30 Grad erwartet.

Die Hessische Landesregierung hat für Donnerstag sogar eine Hitzewarnung ausgesprochen. Doch auch im Rest der Republik ist die Hitzewelle deutlich zu spüren.

So heiß war es bisher

Am Dienstag war es in Freiburg und Saarbrücken mit 32 Grad am wärmsten. Die meisten Sonnenstunden gab es an der Nord- und Ostsee und am Alpenrand - bis zu 17 Stunden lang schien die Sonne. Das berichtete am Mittwoch der Deutsche Wetterdienst in Offenbach. Am Wochenende soll es noch wärmer werden.

Prognosen für die Region 

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In Nordhessen wird es am Samstag heiß. Für Kassel und Umgebung werden 36 Grad erwartet. Das Regenrisiko liegt bei unter zehn Prozent. Ähnlich sieht es im Kreis Hersfeld-Rotenburg und im Schwalm-Eder-Kreis aus. In Schwalmstadt soll das Thermometer am Samstag sogar bis zu 37 Grad anzeigen. Mit Werten bis 33 Grad wird es am Sonntag in ganz Nordhessen etwas kühler. In Waldeck-Frankenberg steigt das Regenrisiko auf 50 Prozent. Auch in Südniedersachsen werden am Samstag - beispielsweise in Northeim - bis zu 37 Grad erwartet. Am Sonntag kühlt es sich leicht ab. In Hann. Münden ist am Sonntagabend mit Gewittern zu rechnen.

Vergleich mit 2003 

Annelie Dehnert- Hilscher

Viele erinnern sich an den Rekordsommer im Jahr 2003. Doch die jetzige Hitzewelle wird laut Experten nicht die Dimension des 2003-Sommers erreichen. „Damals hielt die Hitzewelle in Europa fast drei Monate an“, sagt der Geo-Risiko-Forscher des Rückversicherers „Munich Re“ in München, Peter Höppe. „Die Temperaturen über eine so lange Zeit bedeuteten ein Ereignis, wie es sich in Deutschland den Statistiken zufolge nur einmal in 450 Jahren ereignete“, erklärt er. An den Folgen der Hitze 2003 starben laut Höppe 70.000 Menschen.

Name des Hochs 

Das aktuelle Hoch „Annelie“ hat seinen Namen einer 90-Jährigen aus Konstanz am Bodensee zu verdanken. „Das war ein Geburtstagsgeschenk von meinen drei Kindern“, sagt Namensgeberin Annelie Dehnert-Hilscher. Die Freie Universität Berlin vergibt die Patenschaften: 299 Euro kostet ein Hoch, 199 Euro ein Tief. 2015 tragen die Hochdruckgebiete in Europa weibliche Namen, die Tiefs männliche. Getauft wurde „Annelie“ am 28. Juni. „Das war eine ganz besondere Idee“, sagt die Seniorin. Ihre Kinder hätten ihr sogar eine nachgeahmte Zeitung dazugelegt, in der vom Hoch „Annelie“ berichtet wurde. Dass sie es als Namensgeberin tatsächlich in die Medien schaffen würde, ahnte sie damals aber nicht. (dob/dpa)

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