Auswirkungen der Corona-Krise

Wegen Corona: In Hessen wird das Wolf-Monitoring eingeschränkt - Keine DNA-Tests mehr

Wolf in Hessen: Corona schränkt Monitoring stark ein - DNA-Test entfallen
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Wolf in Hessen: Corona schränkt Monitoring stark ein - DNA-Test entfallen

Die Corona-Krise betrifft jetzt auch den Wolf in Hessen. Das Monitoring des Landes wird momentan massiv eingeschränkt. Es sollen Helfer geschützt werden. 

  • In Hessen hat die Corona-Krise jetzt Auswirkungen auf das Wolf-Monitoring
  • Während der Corona-Krise werden keine DNA-Tests durchgeführt
  • Der Wolf-Nachweis gerade bei Nutztierrissen wichtig
Die Corona-Krise hat Auswirkungen auf das Wolf-Monitoring: Das hessische Umweltministerium hat festgelegt, dass bei Wildtierrissen keine DNA-Proben mehr genommen werden.

Das begründet das Ministerium auf Anfrage mit der Gesundheitsvorsorge der vom Land ausgebildeten ehrenamtlichen Rissgutachter. Zum Wolf-Monitoring, also der Beobachtung und statistischen Erfassung wild lebender Wölfe, sind alle EU-Mitgliedsstaaten gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie rechtlich verpflichtet.

Herangezogen werden gelegentlich Fotos und Kotproben, in erster Linie aber DNA-Ergebnisse von Tierkadavern – sowohl von Nutztieren als auch von Wildtieren.

Wolf während Corona-Krise: Hotline in Hessen kann bei Probe-Entnahme helfen

Susanne Jokisch, Wolf-Monitoring-Beauftragte beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) , sagte auf die Anfrage, ob auch Proben ausgewertet werden können, die nicht von einem offiziellen Rissgutachter genommen wurden, dass dies möglich sei.

Man könne auch bei der Wolf-Hotline um Hilfe bei der Probe-Entnahme bitten. „Es ist schon mal gelungen, dass auch Laien mit telefonischer Anleitung einen Abstrich genommen haben, der ausgewertet werden konnte.“

Wolf während Corona-Krise: Ehrenamtler sollen nur bei begründeten Verdachtsfällen helfen

Aus dem Umweltministerium heißt es dazu: „Untersuchungen möglicher Nutztierrisse können und sollen weiterhin stattfinden. Die ehrenamtlichen Helfer sollen aber nur in begründeten Verdachtsfällen die Untersuchung vornehmen, um den Kontakt mit anderen Menschen im Sinne des Gesundheitsschutzes auf ein Minimum zu reduzieren.“

Bei Nutztierrissen geht es oft um die Frage, ob der Besitzer eine Entschädigung vom Land erhält. Die Untersuchung von Wildtieren bezeichnet das Ministerium hingegen als „nicht dringend notwendig“.

Wolf: Nicht nur in Hessen wird über das Raubtier gesprochen

In Niedersachsen wurde ein Problem-Wolf* lange Zeit gejagt. Jetzt wurde entschieden, dass er leben darf.

In Waldkappel im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis wurde einer Hirschkuh das Kalb aus dem Leib gerissen. Ob ein Wolf dafür verantwortlich war, kann nicht gesagt werden. Auch ohne Corona-Krise* durfte hier keine DNA-Probe genommen werden.

Während der Corona-Krise haben Restaurants, Bars und Kneipen geschlossen. Auf dem Balkon* kann man sich die gute Laune ein bisschen erhalten.

Video: Wolf überquert Straße mitten am Tag

Der Wolf wird nicht nur in Hessen immer häufiger. Das Land Niedersachsen* gab jetzt 3 Tiere zum Abschuss frei.

In Hessisch Lichtenau (Hessen) wurden mehrere Weidetiere tot aufgefunden. Ob ein Wolf* dafür verantwortlich ist, kann noch nicht gesagt werden.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.



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