Niedersachsens Problem-Wolf darf leben

Jagd auf Wolf gescheitert: Land Niedersachsen zieht Konsequenzen

Niedersachsen: Jagd auf Rodewalder Wolf eingestellt
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Niedersachsen: Jagd auf Rodewalder Wolf eingestellt

Bisher konnte der Problem-Wolf mit der Kennung GW717m nicht erlegt werden. Jetzt zieht das Land Niedersachsen Konsequenzen. 

  • Niedersachsen gab zum zweiten Mal einen Wolf zum Abschuss frei
  • Die Jagd auf den Wolf GW717m ist nun beendet
  • Der Wolf war länger nicht mehr auffällig 
Niedersachsen - Der Wolf mit der Kennung GW717m war in Niedersachsen immer wieder negativ aufgefallen. Seit 14 Monaten war der Problem-Wolf zur Jagd freigegeben. Nun räumte der Umweltminister des Landes Niedersachsen Olaf Lies (SPD) ein, dass die Jagd Erfolg los war.

Am Mittwoch, den 01.04.2020 wurde somit die Jagd auf den Wolf eingestellt. Der Wolf war auch als Rodewalder Rüde bekannt. In der Region kam es immer wieder zu übergriffen, die dem Wolf eineindeutig zugeordnet werden konnten.

Wolf: Wurde in Niedersachsen zum Problem

Dies führte zu seiner Einordnung als Problem Wolf. Doch bereits seit Juli des vergangenen Jahres kam es zu keinerlei Rissen mehr in der Region.

Auch dies sei laut Lies (SPD) ein Grund dafür den Wolf in Niedersachsen zu verschonen. Sollte es aber wieder zu Übergriffen vonseiten des Wolfes kommen, würde die Jagd auf ihn erneut eröffnet werden. 

Wolf: Niedersachsen - Rudel in Rodewald

Der Wolf konnte erstmalig im Jahr 2017 für die Region Rodewald bestätigt werden. Im darauf folgenden Jahr 2018 konnte zusätzlich ein weiblicher Wolf für diese Region nachgewiesen werden.

Bei dem Tier mit der Kennung GW745f handelt es sich um einen Teil des Nachwuchses aus dem knapp 50 Kilometer entfernten Territorium Visselhövede.

Im Aufzeichnungsjahr 2018/2019 kam es dann zu einem Wurf von mindestens 3 Welpen. Im darauf folgenden Monitoring Jahr gibt die Landesjägerschaft Niedersachsen 7 bestätigte Welpen an.

Im Landkreis Nienburg wurde Ende September 2018 einer der männlichen Welpen bei einem Verkehrsunfall getötet.

Wolf: Sogar ein Alpaka fiel ihm in Niedersachsen zum Opfer

Der Wolf aus dem Rodewalder Rudel ist seit Ende Januar des letzten Jahres zum Abschuss freigegeben. Das Land Niedersachsen sah sich hierzu gezwungen, da dem Wolf mehrere Risse nachgewiesen werden konnten.

Der Wolf soll seit April 2018 mehrmals Rinder angegriffen haben. Zudem gehen, laut dem Land Niedersachsen, über 40 Risse von Nutztieren auf sein Konto.

Unter den Nutztieren befanden sich neben Schafen auch Ponys, sowie ein Alpaka. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bestätigte Anfang des vergangenen Jahres die Abschussgenehmigung des Landes Niedersachsen. Dem voraus gegangen war ein Eilantrag von dem Freundeskreis frei lebender Wölfe.

Wolf: Niedersachsen gab zum zweiten Mal einen Wolf zum Abschuss frei

Der Wolf mit der Kennung GW717m ist nicht der erste, der in Niedersachsen zum Abschuss freigegeben wird. Im April 2016 wurde bereits ein Wolf mit Behördlicher Genehmigung abgeschossen.

Dieser hatte sich zuvor gefährlich nah an Menschen herangetraut. Einmal hatte er sogar einen angeleinten Hund angegriffen und verletzt. Der auch unter dem Namen Kurti bekannte Wolf aus dem Heidekreis wurde am 27. April 2016 erschossen.

Dafür beauftragte der damalige Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) einen Scharfschützen der Polizei. Der Abschuss stellte europaweit einen der ersten Abschüsse eines frei lebenden Wolfs mit staatlicher Genehmigung dar.

Wolf: Nicht nur in Niedersachsen ist er Thema

Neben Niedersachsen ist der Wolf* auch in anderen Bundesländern Thema. So beispielsweise in Hessen hier ist er zum ersten Mal seit 2011 wieder sesshaft. 

Ein Wolf aus Sachsen-Anhalt viel in der Nähe* von Wiesbaden einem Unfall zum Opfer. Das fanden Forscher nun anhand von DNA-Tests heraus. 

In Niedersachsen wurden mittlerweile wieder Wolf-Abschüsse* angeordnet. Gleich 3 Tiere sind jetzt zum Abschuss freigegeben.

Video: So sieht ein glücklicher Wolf aus

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