Neue Spekulationen um MH370: Wrackteil der Boeing gefunden?

+
Malaysia-Airline-Flugzeuge auf dem Flughafen von Kuala Lumpur. Gehört das am Strand von La Reunion gefundene Wrackteil zur vermissten Maschine von Flug MH370? Foto: Fazry Ismail

Es ist eines der größten Dramen der Luftfahrtgeschichte: Im März 2014 verschwindet Flug MH 370. Jetzt wird ein mit Muscheln überzogenes Wrackteil auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean gefunden. Gehört es zu der verschollenen Malaysia-Airlines-Maschine?

Paris (dpa) - Der Fund eines Flugzeug-Wrackteils vor der Insel La Reunion hat Spekulationen über mögliche Verbindungen zum verschollenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 ausgelöst.

Das rund zwei Meter lange Flügelstück war nach Berichten lokaler Medien an der Küste bei Saint-André im Osten der Insel im Indischen Ozean gefunden worden.

Die Boeing 777 war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach nach Peking spurlos verschwunden. Zwei Drittel der Fluggäste waren Chinesen. Die Piloten hatten sich 40 Minuten nach dem Start zum letzten Mal beim Tower gemeldet, ohne Hinweis auf Probleme. Weniger als eine Stunde nach dem Start verschwand die Maschine vom Radar. Das Flugzeug wurde seither ohne Erfolg gesucht.

Satellitenauswertungen hatten ergeben, dass das Flugzeug noch rund sieben Stunden weitergeflogen war und vermutlich im Indischen Ozean knapp 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste abstürzte, nachdem der Treibstoff ausgegangen war.

Der französische Luftsicherheitsexperte Xavier Tytelman sprach von einer unglaublichen Ähnlichkeit zwischen dem gefundenen Wrackstück und einem Teil eines Ruders einer Boeing 777. Auf seinem Twitter-Account und seinem Blog veröffentlichte er eine Skizze dazu. "In einigen Tagen werden wir eine sichere Antwort haben", schrieb Tytelman.

Die für Lufttransporte zuständige Gendarmerie auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Reunion eröffnete nach den Berichten ein Untersuchungsverfahren. Derzeit werde in alle Richtungen ermittelt.

Das laut Augenzeugen mit Muscheln besetzte Wrackteil soll etwa nach Seriennummern abgesucht werden. Neben möglichen Verbindungen zur MH370 sollen auch eventuelle Spuren zu zwei Flugzeugabstürzen in den Jahren 2006 und 2009 untersucht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.