"Wunder von Tripolis": Ruben wird wieder gesund

+
Der niederländsiche Ruben wird nach der Flugzeugkatastrophe wieder gesund.

Amsterdam - Er hat als einziger den Flugzeugabsturz in Tripolis mit 103 Toten überlebt. Der neunjährige Ruben aus den Niederlanden erholt sich zusehends von seinen Verletzungen.

“Es ist unglaublich, wie schnell sich sein Zustand verbessert“, erklärten seine Angehörigen am Dienstag in Rubens niederländischer Heimatstadt Tilburg. “Er wird nach Erwartung der Ärzte mit der Zeit vollständig gesunden.“

Allerdings müsse Ruben, der inzwischen in einem Tilburger Krankenhaus behandelt wird, noch einmal operiert werden. Vorher soll er noch weiter zu Kräften kommen.

Schreckensbilder: Flugzeugabsturz über Tripolis

Schreckensbilder: Flugzeugabsturz über Tripolis

Ruben hatte bei dem Unglück am vergangen Mittwoch seine Eltern und seinen Bruder verloren. Unter den Toten waren insgesamt 70 Niederländer. Um sie wird an vielen Orten des Königreichs getrauert.

Lesen Sie auch:

Holländischer Junge über Tod der Familie informiert

Flugzeugabsturz: Nur dieser Junge überlebte

Der einzige Überlebende der Katastrophe, den die Medien “Wunder von Tripolis“ tauften, war am Samstag mit einem Spezialflugzeug der libyschen Regierung zurück in die Heimat gebracht worden. Trotz der traumatischen Erlebnisse bei dem Absturz “hat Ruben glücklicherweise keine Angst gehabt, wieder zu fliegen“. Er sei dann sehr froh gewesen, in Tilburg seine Neffen und Nichten wiederzusehen.

Angesichts der Aufregung um das Schicksal von Ruben komme die Familie erst jetzt dazu, um die bei dem Absturz getöteten Eltern und den elfjährigen Bruder von Ruben zu trauern. “Wir hoffen, dass uns jeder unsere Privatsphäre gönnt, damit wir diesen Verlust verarbeiten können.“

Ruben hatte sich anfangs nicht an die Katastrophe erinnern können. Er war mit seiner Familie auf dem Rückweg von einem Safari-Urlaub in Südafrika, als der Airbus A330-200 der libyschen Gesellschaft Afriqiyah Airways beim Landeanflug auf Tripolis abstürzte, in etliche Teile zerbrach und in Flammen aufging.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.