169 Regionen betroffen

Zecken-Gefahr in Deutschland – RKI weitet FSME-Risikogebiete aus

Von Helena Gries

In Deutschland beginnt wieder die Zecken-Zeit. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erweitert das FSME-Risikogebiet um fünf neue Regionen.

Kassel - Mit dem sommerlichen Wetter beginnt hierzulande auch die Zecken-Saison. Beim Spaziergang durch den Wald oder über Wiesen ist also wieder höchste Vorsicht geboten. Denn die Insekten können gefährliche Krankheiten übertragen.

Unter anderem sind die kleinen Tiere Überträger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Viruserkrankung kann zu einer gefährlichen Gehirnhautentzündung führen. Die FSME-Risikogebiete in Deutschland wurden jetzt vom Robert Koch Institut (RKI) ausgeweitet.

In Deutschland hat die Zecken-Zeit begonnen. Die Insekten können gefährliche Krankheiten übertragen, das RKI hat jetzt das Risikogebiet ausgeweitet.

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RKI weitet FSME-Risikogebiet um einige Regionen in Deutschland aus

In Deutschland gelten fast das ganze Bundesland Baden-Württemberg, große Teile Bayerns und Teile Hessens, Thüringens und Sachsens als FSME-Risikogebiete. Hier ist besondere Vorsicht vor Zecken geboten. Einzelne Risikogebiete finden sich zudem in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und im Saarland. Das RKI hat die FSME-Risikogebiete jetzt noch um einige Regionen erweitert:

RegionBundesland
Dessau-RoßlauSachsen-Anhalt
Dillingen a. d. DonauBayern
FuldaHessen
MittelsachsenSachsen
Weimarer LandThüringen

Insgesamt sind in Deutschland nach Angaben des RKI mittlerweile insgesamt 169 Regionen FSME-Risikogebiet. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt in Risikogebieten eine Impfung gegen die von Zecken übertragene Krankheit FSME.

Diese Städte und Landkreise sind FSME-Risikogebiet in Hessen

Zecken können nicht nur FSME, sondern auch Borreliose übertragen

Zu einer weiteren häufig durch Zecken übertragenen Krankheit zählt Borreliose. Bis zu 20 Prozent der Zecken tragen das Bakterium, welches die Krankheit auslöst, in sich. Das Problem: Mit dieser Krankheit kann man sich im ganzen Bundesgebiet bei einem Zeckenbiss infizieren. Wichtig ist nach dem Kontakt mit einer Zecke, das Tier so schnell wie möglich zu entfernen. Das Risiko einer Erkrankung steigt, je länger das Tier sich in der menschlichen Haut festgesaugt hat.

Zecken in Deutschland: Tipps zum Schutz vor den Insekten

Besondere Vorsicht gilt im kniehohen Gras an Waldrändern, in Gärten oder Parks, denn hier finden sich Zecken meistens. Mit festem Schuhwerk und möglichst den Körper bedeckender Kleidung kann man sich bestmöglich vor den Insekten schützen. Zudem haben sich zeckenabweisende Hautschutzmittel bewährt. Nach Spaziergängen im Grünen sollte man sich sofort gründlich nach Zecken absuchen. Wenn sich eine Zecke jedoch bereits festgebissen hat, kann sie mit einer Pinzette oder einer sogenannten Zeckenkarte vorsichtig entfernt werden. (Helena Gries)

Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) breitet sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland weiter aus. Einige Regionen sind besonders betroffen. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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