Bauern machtlos

Zehn tote Kälber durch Hundekot

Hallwang - In Österreich sind 15 Kälber zu früh oder tot zur Welt gekommen. Bei zehn von ihnen konnte ein Virus nachgewiesen werden, der durch Hundekot übertragen wird. Doch die Bauern sind machtlos.

In der Gemeinde Hallwang bei Salzburg sind Kälber bei der Geburt durch einen Virus gestorben, der durch Hundekot übertragen wird. Dies berichtete der ORF. Zwei Bauern entlang bekannter Geh- und Radwege an der sogenannten Ischlertrasse hatten Gewebeproben ihrer toten Tiere untersuchen lassen - „in zehn Fällen ist dieser Verdacht tierärztlich bestätigt worden“, sagte Helmut Mödlhammer (V), Hallwanger Bürgermeister und Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, im Gespräch mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Insgesamt dürften rund 15 Kälber zu früh und tot zur Welt gekommen sein. Für die Bauern steht fest, dass mit Hundekot verunreinigtes Gras der Grund für Totgeburten und Fruchtbarkeitsstörungen bei Kühen ist. Mit Strafen ist den Hundebesitzern, die ihre Tiere oft ohne Leine über die Wiesen laufen lassen und sich nicht um die Fäkalien der Hunde kümmern, aber schwer beizukommen. Man müsste sie auf frischer Tat ertappen und zudem die Polizei alarmieren, die dann eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft weiterleitet.

"Ein totes Kalb ist auch ein schwerer wirtschaftlicher Verlust“

Daher appelliert Mödlhammer an alle Hundebesitzer, den Kot ihrer Tiere zu beseitigen. „Das ist absolut zumutbar. Hundekot entlang von Geh- und Radwegen kann mehr sein als Verschmutzung und Ärgernis. Immerhin, ein totes Kalb ist auch ein schwerer wirtschaftlicher Verlust.“

Mödlhammer will aber auch die Bauern selbst nicht aus der Verantwortung entlassen. „Es geht um die Nachgeburten, die eigentlich entsorgt werden müssten, aber auf vielen Höfen nach wie vor an Hunde verfüttert werden. Auch auf diesem Weg wird das Virus übertragen und in den Kreislauf gebracht“, sagte Mödlhammer.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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