Jetzt ist es abends länger hell

"Es ist glatt gegangen": Die Sommerzeit hat begonnen

Braunschweig - Seit 100 Jahren ist sie ein Zankapfel in Deutschland und auch in diesem Frühjahr kommt niemand drum rum. Seit Sonntag ticken die Uhren mal wieder anders - auf Sommerzeit nämlich.

Seit Sonntag gilt in Deutschland und in vielen anderen Ländern Europas wieder die Sommerzeit. Um 2.00 Uhr morgens wurden die Uhren auf 3.00 Uhr vorgestellt. Damit ist es nun abends eine Stunde länger hell. „Es ist glatt gegangen“, sagte Andreas Bauch von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig am Sonntag. „Die Uhren haben sich umgestellt, es ist Sommerzeit.“

Bauch und sein Team sind per Gesetz für die Zeitumstellung in Deutschland verantwortlich. Die PTB betreibt mehrere Atomuhren, die an einen Sender im hessischen Mainflingen gekoppelt sind.

Der Sender mit dem Namen DCF 77 hat eine Reichweite von 2000 Kilometern und steuert die Funkuhren in großen Teilen Europas. Der Sender ist bereits für mehrere Jahre vorprogrammiert. Sein Signal sorgt dafür, dass in der Nacht Millionen Uhren automatisch um eine Stunde vorspringen.

Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit vor genau 100 Jahren während des Ersten Weltkriegs. Deutschland war 1916 damit weltweiter Vorreiter. Zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg schaffte man die Umstellung jedoch wieder ab.

Erst 1980 wurde sie erneut eingeführt. Mit Hilfe der Sommerzeit sollte nach der Ölkrise von 1973 das Tageslicht im Sommer eine Stunde länger genutzt und Energie gespart werden. Ob das Ziel allerdings erreicht wurde, ist umstritten.

Viele wollen auf die Zeitumstellung sowieso lieber verzichten. Rund 60 Prozent der Deutschen würden das ewige Wechseln gerne komplett abschaffen, ergab eine aktuelle und repräsentative Umfrage von YouGov. Dass es dazu allerdings kommt, ist unwahrscheinlich. Entscheiden müsste darüber das Europäische Parlament.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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