Zeugin viermal von Breivik angeschossen

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Zeigt sich vor Gericht unbewegt: der Massenmörder Anders Breivik.

Oslo - Die 22-jährige Ina hatte mit ihrem Leben abgeschlossen, nachdem Anders Breivik ihr ins Gesicht, in den Arm und die Schulter geschossen hatte. Ihre erschütternde Zeugenaussage:

Im Prozess gegen den geständigen Massenmörder Anders Behring Breivik haben erneut Überlebende vom Massaker auf der norwegischen Ferieninsel Utøya berichtet. Bereits am Montag wurden erschütternde Details berichtet. Am zweiten Tag dieser Zeugenaussagen erzählte die 22-jährige Ina Rangønes Libak am Dienstag in Oslo, wie sie nach vier Schüssen aus Breiviks Schnellfeuergewehr um ihr Leben gekämpft habe. Nach Schüssen in einen Arm, das Gesicht und die Schulter sei sie sicher gewesen, dass sie sterben müsse, sagte sie im Beisein des unbewegt zuhörenden Täters.

Breivik-Prozess: Heute spricht der Attentäter

Am Dienstag hat der zweite Prozesstag gegen Anders Behring Breivik begonnen. Hier wird sein Verteidiger Geir Lippestad von Medien umlagert. © dpa
Die Staatsanwälte Sven Holden und Ingar Bejer Engh bereiten sich auf den zweiten Prozesstag vor. © dapd
Verteidiger Geir Lippestad (rechts) spricht mit den Staatsanwälten Sven Holden (oben links) und Inga Bejer Engh © dapd
Breivik auf dem Weg in den Gerichtssaal. Heute darf er dort über seine Motive sprechen. © dapd
Ein Polizist nimmt dem Attentäter die Handschellen ab. © dapd
Wieder zeigte der Attentäter seinen selbst entwickelten Tempelritter-Gruß. © dapd
Der Prozess musste unterbrochen werden, weil ein Befangenheitsantrag gegen einen Schöffen vorlag. © dapd
Der Laienrichter soll auf Facebook die Todesstrafe für Breivik gefordert haben. © dapd
Der Schöffe wurde ausgewechselt. © dapd
Breivik will am zweiten Prozesstag ein Dokument zu seinen Motiven verlesen. © dapd
Breivik sagte, er habe seine Formulierungen aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen angepasst. © dapd
Die Live-Übertragung der Aussage wurde untersagt. © dapd
Das Gericht erlaubte Breivik zu Beginn, von einem vorbereiteten Manuskript abzulesen. © dpa
Richterin Wenche Elizabeth Arntzen ermahnte ihn, sich an den Zeitrahmen zu halten. © 
Die Richterin musste den Angeklagten mehrmals auffordern, seine Aussagen zu mäßigen. © 
Anders Breivik auf dem Weg zum Zeugenstand © dpa
Anders Breivik tritt in den Zeugenstand © dpa
Anders Breivik tritt in den Zeugenstand © dpa
Hier las der Massenmörder seine vorbereitete Stellungsnahme vor. © dpa
Opferanwältin Mette Yvonne Larsen (links) bespricht sich mit Staatsanwältin Inga Bejer Engh © dpa
Breivik mit Verteidigerin Vibeke Hein Baera © dapd
Zwei Sicherheitsbeamte patroullieren mit einem Bomben-Spürhund vor dem Gerichtsgebäude © dpa

Eine 17-jährige Zeugin, die anonym bleiben wollte, berichtete, wie sie mit einer Schussverletzung Schutz unter einem Bett fand und dabei weitere Schüsse hörte. Die Zeugen schilderten den 33-jährigen Breivik übereinstimmend als ruhig und kontrolliert während des anderthalb Stunden langen Massakers.

Zwischenfall: Mann will sich anzünden

Ein Zwischenfall hat indes am Rand des Prozesses für Aufregung gesorgt: Ein Mann hat offenbar versucht, sich selbst anzuzünden. Wie der Rundfunksender NRK meldete, warfen sich Polizisten vor dem Gerichtsgebäude auf den Mann, von dem Rauch aufstieg. Er wurde in einem Krankenwagen abtransportiert. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt. Aufsehen erregte auch eine Attacke in der vergangenen Prozesswoche. Der Bruder eines Opfers hatte einen Schuh in Richtung Breiviks geschleudert.

Breivik hatte am 22. Juli vergangenen Jahres zunächst acht Menschen in Oslo mit einer Autobombe getötet. Danach fuhr er nach Utøya ins Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF und tötete 69 meist jugendliche Teilnehmer. Als entscheidende Frage für das im Juli erwartete Urteil gilt die Gerichtsentscheidung zu Breiviks Zurechnungsfähigkeit.

dpa

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