Unfall in Niedersachsen

Zug rammt Müllwagen: Ein Toter

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Bei einem Zusammenstoß von einem Müllwagen mit einem Regionalzug ist in Niedersachsen ein Mensch ums Leben gekommen.

Landesbergen - Schwerer Unfall an einem Bahnübergang: Ein Regionalzug prallt mit einem Müllwagen zusammen. Für den Fahrer des Lasters kommt jede Hilfe zu spät.

Bei einem Zusammenstoß von einem Müllwagen mit einem Regionalzug ist am Freitag in Niedersachsen ein Mensch ums Leben gekommen. Die Kollision in der Nähe von Nienburg habe sich auf einem unbeschrankten Bahnübergang ereignet, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Fahrer des Müllwagens starb. In dem Regionalzug saßen laut Polizei etwa 50 Fahrgäste, vier wurden nach ersten Angaben leicht verletzt. Auch der Zugführer erlitt leichte Verletzungen.

Feuerwehrleute stehen an dem entgleisten Regionalzug. Der Müllwagen wurde durch den Aufprall umgeworfen.

Der Zug sprang teilweise von den Schienen, der Abfalllaster wurde von dem Aufprall auf die Seite geworfen. Er ging ebenso wie das Führerhaus des Zuges in Flammen auf. Die Fahrgäste konnten den Zug über die hinteren Türen verlassen. Einsatzkräfte löschten den Brand.

Die Unfallursache ist unklar

Der Unfall geschah auf freier Strecke. Weder Bäume noch Häuser versperrten die Sicht. Andreaskreuze weisen auf den Bahnübergang hin. Außerdem gebe der Lokführer rechtzeitig vor dem Übergang ein akustische Pfeifsignal, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. „Da gibt es feste Vorschriften.“

Feuerwehrleute löschen den brennenden Führerstand des Regionalzuges.

Einige hundert Meter vor dem Übergang wird die zulässige Geschwindigkeit auf 10 km/h herabgesetzt. Warum der Müllwagenfahrer den herannahenden Zug nicht bemerkt hat und die Gleise überquerte wird wohl ungeklärt bleiben. „Gegen Tote kann man nicht ermitteln“, sagte Polizeisprecher Axel Bergmann. Der Mann war allein unterwegs. Geladen hatte er Grünmüll. Woher er kam und wohin er wollte, müsse noch geprüft werden. Die eingleisige Bahnstrecke zwischen Minden und Nienburg bleibt bis voraussichtlich Mittwoch gesperrt.

Immer wieder kommt es an unbeschrankten Bahnübergängen zu Unfällen. Im September hatte ein Zug im niedersächsischen Oerel ein Auto gerammt. Die 28 Jahre alte Fahrerin und ihre beiden vier- und einjährigen Kinder starben bei dem Unfall. Im August hatte ein Güterzug bei Osnabrück trotz Vollbremsung einen Gelenkbus erfasst, dessen Heck auf dem Bahnübergang stand. Für die Menschen im Bus ging das Unglück vergleichsweise glimpflich aus. Zwei Fahrgäste wurden schwer verletzt.

dpa

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