Letzter Vermisster gefunden

Zugunglück bei Bad Aibling: Doch kein elftes Todesopfer

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Rettungskräfte stehen am 09.02.2016 bei Bad Aibling vor den von Flutlicht beleuchteten Wrackteilen der beiden verunglückten Züge.

Bad Aibling - Nach dem schwersten Zugunglück in Bayern seit mehr als 40 Jahren ist in Bad Aibling gingen die Rettungskräfte kurzzeitig von einem elften Todesopfer aus. Diese Meldung bestätigte sich jedoch nicht. 

+++ Update vom 11. Februar: Die Polizei-Mitteilung, dass noch ein elfter Toter gefunden worden ist, stellte sich im Nachhinein als Missverständnis heraus. Am Donnerstag wurde bekannt, dass einer der Lokführer schwerstverletzt im Krankenhaus liegt und um sein Leben kämpft. Alle aktuellen Informationen gibt es in unserem Live-Ticker zum Unglück von Bad Aibling.

Damit kamen bei dem Frontal-Zusammenstoß zweier Regionalzüge auf einer eingleisigen Strecke am Dienstagmorgen elf Menschen ums Leben, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rosenheim am Mittwoch sagte. Etwa 80 Menschen wurden bei der Katastrophe verletzt, 18 davon schwer. 

Die Bergungsarbeiten waren in der Nacht unterbrochen worden und sollten bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Die eingleisige Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim ist weiterhin gesperrt. Der Schienenersatzverkehr habe sich inzwischen „eingetaktet“, teilte die Bayerische Oberlandbahn mit.

Ermittlungen und Aufräumarbeiten gehen weiter

Mit schwerem Gerät soll am Mittwoch damit begonnen werden, die Zugwracks zu entfernen. Auch die Suche nach einer an der Unfallstelle noch immer vermissten Person soll fortgesetzt werden, hatte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Dienstagabend mitgeteilt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) wollte am Mittwoch die Unglücksstelle besuchen und mit den Rettungskräften sprechen. Wegen des Unglücks hatten sich die Parteien entschieden, auf den Politischen Aschermittwoch in Bayern zu verzichten.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten gestalteten sich extrem schwierig, weil die Unglücksstelle in einem Waldstück an einer Hangkante neben dem Flüsschen Mangfall liegt. Rund 700 Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten. Zum Teil zogen die überwiegend ehrenamtlichen Helfer die Opfer auch in Bergungssäcken mit Winden an den Hubschraubern hoch und flogen sie an das andere Ufer der Mangfall.

Wer genau für das Unglück verantwortlich zu machen ist, war zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, dass menschliches Versagen das Unglück ausgelöst haben könnte.

Der Live-Ticker vom Unfalltag zum Nachlesen

Schweres Zugunglück bei Bad Aibling

Schweres Zugunglück in Oberbayern

dpa

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