Nach intensiver Debatte

Millionen Deutsche jubeln: Zusätzlicher Feiertag bereits in diesem Jahr

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Millionen Deutsche können sich noch in diesem Jahr über einen zusätzlichen Feiertag freuen. 

Millionen Deutsche können sich freuen. Sie bekommen einen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag - und das sogar schon in diesem Jahr.  

Hannover - Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun auch Niedersachsen den Reformationstag zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Im niedersächsischen Landtag in Hannover stimmten am Dienstag 100 von 137 Abgeordneten für den Gesetzentwurf der Landesregierung aus SPD und CDU. 20 Abgeordnete stimmten dagegen, 17 enthielten sich. Damit ist der Reformationstag bereits in diesem Jahr für die Niedersachsen frei.

Der Abstimmung ging eine intensive Debatte voraus sowie mehrere Abstimmungen über alternative Tage für einen neuen Feiertag. Die vorgeschlagenen Alternativen für einen Feiertag am Internationalen Frauentag, am Europatag, am Buß- und Bettag oder am Tag des Grundgesetzes fanden aber deutlich keine Mehrheit.

Bremen könnte nun anderen Bundesländern folgen 

Mit der Abstimmung vollzog Niedersachsen als drittes der norddeutschen Bundesländer einen zuvor zwischen diesen Ländern abgestimmten Plan. Bremen wird aller Voraussicht nach nun nach Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen folgen.

Die Nordländer wollen das Feiertagsgefälle zu anderen Bundesländern senken, die teils deutlich mehr freie Tage haben. Auch Berlin will folgen, es gibt aber Streit um den konkreten Tag.

Zusätzlicher freier Tag als Wettbewerbsnachteil für Unternehmer?

Die Wirtschaft bekräftigte umgehend ihre Kritik an dem neuen Feiertag für Niedersachsen. "Der zusätzliche Feiertag ist und bleibt falsch", erklärte Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen.

Der neue freie Tag stelle "einen Wettbewerbsnachteil für niedersächsische Unternehmen dar, denn die Wirtschaft muss den freien Tag bezahlen". "Wenn wir das viel beschworene Bayern wirtschaftlich einholen wollen, sollten wir eher mehr arbeiten als weniger", erklärte Müller.

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afp

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