Mehr als 100 Menschen an Bord

Zwei Boote vor Malaysia verunglückt

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Helfer stützen einen der verunglückten Boots-Insassen.

Kuala Lumpur - Innerhalb von 24 Stunden sind vor der Küste Malaysias zwei Fischerboote mit überwiegend illegalen Migranten aus Indonesien verunglückt.

In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit der Familie zwängen sich Indonesier in Malaysia auf oft überfüllte und manchmal kaum seetüchtige Boote. Mehr als 100 Menschen verunglücken auf See.

An Bord waren Indonesier auf dem Rückweg in ihre Heimat, um den muslimischen Fastenmonat Ramadan mit ihren Familien zu verbringen. Das erste Boot kenterte in der Nacht zum Mittwoch. Elf Passagiere des Bootes wurden bis Donnerstag tot geborgen und 23 vermisst, wie die Meeresbehörde MMEA mitteilte. Das zweite Boot kenterte 24 Stunden später. Neun Menschen wurden nach diesen Angaben vermisst.

Nach indonesischen Statistiken arbeiten mehr als 4,5 Millionen Indonesier im reicheren Nachbarland Malaysia, unter anderem als Haushaltshilfen und auf dem Bau. Hunderttausende weitere Indonesier sind nach Schätzungen illegal im Land und arbeiten auf Plantagen als Tagelöhner. Die Meeresbehörde glaubt, dass an Bord viele Passagiere ohne gültige Papiere waren. Sie könnten an Land geschwommen und untergetaucht sein, sagte ein Sprecher.

Beide Boote gerieten bei schwerem Seegang noch in Küstennähe in Schwierigkeiten. Zumindest das erste war nach Angaben von Überlebenden überfüllt. Von dem ersten Boot konnten 63 Menschen gerettet werden, von dem zweiten 18.

dpa

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