Deutscher verunglückt

Lawinen-Drama: Lehrer (32) getötet - Freundin versuchte ihn noch auszugraben

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Janosch B. verunglückte in Österreich. Der 32-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden. 

Lawinen-Drama in Österreich: Nachdem ein junger Lehrer aus Deutschland in Damüls verunglückte, kommen tragische Details ans Licht. 

Update vom 9. Januar: Nach dem tragischen Lawinenunglück im Gebiet von Damüls kommen nun, drei Tage später, weitere Details über das 32-Jährige Opfer ans Licht. Wie die Bild berichtet, wagte sich Janosch B. aus der Nähe von Heilbronn abseits der gesicherten Pisten, trotz akuter Lawinengefahr. Mit seiner Notfall-Ausrüstung fühlte sich der Berufsschullehrer für Mathe und Sport offenbar sicher. Die Airbags halfen dem 32-Jährigen auch bei einer ersten Lawine. 

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Junger Lehrer überlebt zunächst erste Lawine - Freundin muss alles mit ansehen

Wie die Bild berichtet, überlebte der junge Lehrer eine erste Lawine, kurz nachdem er die blau markierte Piste verlassen hatte. Sein Notfall-Airbag löste aus und sorgte dafür, dass Janosch B. zunächst nur mit der unteren Körperhälfte verschüttet wurde. Während seine 25-jährige Freundin einen Notruf absetzte, löste sich jedoch eine weitere Lawine und verschüttete Janosch B. komplett. Noch bevor die Einsatzkräfte am Unglücksort eintrafen, grub die junge Frau den Kopf ihres Freundes frei. 

Nach etwa einer Stunde konnte Janosch B. dann von den Rettern befreit werden, für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Gegenüber Bild kann es Freund Mario K. noch immer nicht fassen: "Wir sind alle schockiert. Janosch war so hilfsbereit und auch ein sehr besonnener Skifahrer. Wie konnte das nur passieren?" Auch Heidelberg24.de berichtet über das Drama. 

Ein weiterer Lehrer verunglückte ebenfalls in Österreich. Der 62-Jährige stürzte vor den Augen seiner Schüler von der Piste und blieb kopfüber im Schnee stecken. 

Zwei Deutsche von Lawinen in Österreich getötet

Bregenz - Zwei deutsche Skifahrer sind in den österreichischen Bergen bei Lawinenabgängen ums Leben gekommen. Beide starben am Sonntag in Vorarlberg, teilte die Polizei mit.

In dem westlichen Bundesland herrschte wie in weiten Teilen der österreichischen Alpen nach heftigen Schneefällen große Lawinengefahr.

Trotzdem wagte sich in Schoppernau ein 26-Jähriger aus dem bayerischen Landkreis Dachau in den Tiefschnee abseits der gesicherten Pisten und wurde von einem Schneebrett verschüttet. Seine 25-jährige Begleiterin konnte den Mann sofort lokalisieren, weil seine Beine aus dem Schnee ragten. Mit Hilfe von Bergrettern grub sie ihn aus. Er konnte jedoch nicht mehr wiederbelebt werden. Der Skifahrer starb, obwohl er mit einem Lawinen-Airbag ausgestattet war, der Wintersportler im Notfall davor bewahren sollte, unter den Schnee gezogen zu werden.

32-Jähriger aus der Nähe von Heilbronn verunglückt

Bei einem zweiten Lawinenunglück starb ein 32-Jähriger aus der Nähe von Heilbronn. Er war am Nachmittag mit einer 25-jährigen Skifahrerin im Gebiet von Damüls unterwegs, als er bis zum Hals verschüttet wurde. Die zwei Wintersportler trugen ebenfalls Lawinen-Notfallausrüstung. Doch bevor der Mann gerettet werden konnte, gingen weitere Schneemassen über ihn nieder und begruben ihn vollständig. Auch in diesem Fall gelang es den Rettungskräften nicht mehr, den Mann zu reanimieren.

Bei einem weiteren tödlichen Unfall in Vorarlberg kam eine Schweizer Snowboarderin am Sonntag in einer Kurve von der Piste ab und stürzte 20 Meter tief in einen Steilhang. Dabei blieb die 24-Jährige mit Kopf und Oberkörper im Tiefschnee stecken.

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dpa

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