Familien-Drama

Zwei Mädchen ertränkt - Mutter unter Verdacht

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In diesem Haus im Aschaffenburger Stadtteil Damm sind zwei kleine Mädchen tot aufgefunden worden.

Aschaffenburg - Die in einer Wohnung in Aschaffenburg gefundenen zwei Mädchen wurden ertränkt, wie die Obduktion ihrer Leichen ergab. Hauptverdächtige ist ihre eigene Mutter.

Die zwei kleinen Mädchen, die in der Nacht zum Freitag in Augsburg getötet wurden, sind ertränkt worden. Das hat laut Polizeiangaben ihre Obduktion ergeben. Nun werde anhand einer toxikologischen Untersuchung geprüft, ob die Kinder zuvor betäubt worden waren.

Der Vater der 2- und 4-jährigen Mädchen hatte den Angaben zufolge gegen 17.40 Uhr die Polizei alarmiert. Polizeibeamte und Feuerwehrleute fanden die Kinder kurze Zeit später leblos in der Wohnung im Stadtteil Damm. „Man hat dann noch längere Zeit versucht, die Kinder wieder zu reanimieren, allerdings kam jede Hilfe zu spät“, sagte ein Polizeisprecher.

Tote Mädchen in Aschaffenburger Wohnung

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung untersucht das Haus in Aschaffenburg, in dem in der Nacht zum Freitag zwei Mädchen starben. © dpa
Ein Beamter der Spurensicherung geht in das Haus in Aschaffenburg. © dpa
Vor dem Tatort legt eine Frau Blumen nieder. © dpa
Vor dem Haus liegen Kerzen, Blumen und ein Plüschtier. © dpa
Vor dem Haus liegen Kerzen, Blumen und ein Plüschtier. © dpa
Das Einfamilienhaus in Aschaffenburg, in dem in der Nacht zum Freitag zwei kleine Mädchen starben. © dpa
Das Eingangstor zum Hof des Einfamilienhauses © dpa
Ein Auto steht in der Einfahrt des Hauses. Die Umstände der Tat sind bislang unklar. © dpa

Die 32-jährige Mutter der Kinder, die sich beim Eintreffen der Polizei auch in der Wohnung befand, wurde später am Abend in ein Krankenhaus gebracht und liegt nach einer OP auf der Intensivstation.

Details zur Art der Verletzung wollten die Ermittler zunächst nicht preisgeben. Der 33 Jahre alte Ehemann gilt nicht als tatverdächtig. „Der Vater wurde vernommen und ist nachts wieder entlassen worden“, sagte der Polizeisprecher.

Bis in die späten Abendstunden war die Kriminalpolizei mit der Spurensicherung in Aschaffenburg beschäftigt. Neben Kripobeamten waren auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft und ein Gerichtsmediziner vor Ort. Eine Obduktion soll am Freitag klären, wie genau die Kinder starben. Von der Untersuchung erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft auch Klarheit darüber, wer für den Tod der Mädchen verantwortlich ist.

Die Familie aus Nordrhein-Westfalen war erst Anfang des Monats in das Haus im Aschaffenburger Stadtteil Damm gezogen. Wie eine Sprecherin der Stadt sagte, handelt es sich dabei um eine „gute Mittelklasse-Straße“ und nicht um einen sozialen Brennpunkt.

Parallelen zu Familien-Drama in Frankreich

In Frankreich ist es zu einer ähnlichen Tragödie gekommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet: Im Ort Dampmart bei Paris sei ein Familienvater von der Arbeit nach Hause gekommen und habe seine drei Kinder ermordet aufgefunden. Den zwei Söhnen und der Tochter sei die Kehle durchgeschnitten worden, hieß es. Die Mutter der Kinder soll seitdem verschwunden sein, der Vater einen Schock erlitten haben. Offenbar hatte das Paar mit Eheproblemen zu kämpfen. Im Falle der Aschaffenburger Familie ist jedoch nichts dergleichen bekannt.

est

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