„Grünhelme“-Mitarbeiter

Zwei in Syrien verschleppte Deutsche wieder frei

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Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck

Berlin - Das Bangen hat ein Ende: Nach wochenlanger Geiselhaft sind zwei von drei in Syrien verschleppte deutsche Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Grünhelme“ wieder frei.

Die beiden Männer befänden sich auf dem Weg nach Deutschland, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag). „Sie werden umfassend betreut. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut.“

Das Schicksal des dritten Entführten ist hingegen weiter unklar. Der Krisenstab im Auswärtigen Amt bemühe sich weiterhin mit Hochdruck um die Klärung seines Verbleibs, sagte der Sprecher weiter.

Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck hatte vergangenen Samstag gesagt, die Deutschen seien in der Nacht zum 15. Mai aus ihrer Wohnung im Ort Harem an der Grenze zur Türkei entführt worden. Bei den Verschleppten handelte es sich demnach um einen Industriemechaniker, einen Bautechniker und einen Ingenieur.

Auf der Internetseite seiner Organisation hatte Neudeck geschrieben, die drei Grünhelme hätten sich um die örtliche Zivilbevölkerung verdient gemacht. Sie hätten dort nach den Zerstörungen des Krieges als erste Helfer aus dem westlichen Ausland gearbeitet und seien in der Bevölkerung von Harem gern gesehen gewesen. Die Deutschen hätten „auch bewusst unter den Menschen der Ortschaft gelebt“.

Die Hilfsorganisation Grünhelme e.V. engagiert sich weltweit in Krisenregionen beim Wiederaufbau zerstörter Einrichtungen. Sie wurde 2003 gegründet und hat ihren Sitz in Troisdorf bei Bonn.

dpa

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