Vollsperrung

Zwei Tote, vier Verletzte: Frontal-Crash im Gotthard-Tunnel

+
Schlimmer Unfall im Gotthard-Tunnel: Der schwarze Wagen mit einem deutschen Kennzeichen ist komplett zerstört.

Ein Auto mit deutschem Kennzeichen kommt im Schweizer Gotthardtunnel von der Spur ab und prallt frontal gegen einen Lkw. Zwei Menschen sind tot, vier verletzt. Nach stundenlangen Aufräumarbeiten war der Tunnel wieder befahrbar.

Altdorf - Bei einem frontalen Zusammenstoß im Schweizer Gotthardtunnel sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto mit deutschem Kennzeichen kam nach Angaben der Polizei am Mittwoch von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen entgegenkommenden Lkw aus der Schweiz. Ob es sich bei dem Opfern aus dem Auto um Deutsche handelt, war laut Behördenangaben zunächst nicht klar. Bestätigt wurde aber, dass die tödlich Verunglückten am Steuer der beiden Fahrzeuge saßen. Bei dem Lastwagenfahrer handelt es sich laut Polizeiangaben um einen 78-jährigen Schweizer.

Die Zahl der verletzten Personen korrigierte die Polizei von fünf auf vier. Zur Schwere der Verletzungen gab es keine Angaben. Die zwei Frauen und zwei Männer saßen gemeinsam in dem Auto mit deutschem Kennzeichen. Am Tunnel entstand Sachschaden.

Warum das deutsche Fahrzeug, das in Richtung Norden unterwegs war, von der Fahrbahn abkam, war zunächst völlig unklar. „Die Ermittlungen laufen“, hieß es von der Polizei.

Schweizer Gotthard-Tunnel wieder frei

Der Gotthard-Tunnel war bis in den späten Nachmittag komplett gesperrt. Nachdem die Fahrbahnen repariert worden waren, wurde der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Polizei rät Autofahrern auf die Route durch den San-Bernardino-Tunnel ausweichen. Nach der Vollsperrung staute sich der Verkehr kurzzeitig am Süd- und Nordportal. 

Zwei Tote nach Unfall in Schweizer Gotthardtunnel

Warum das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, ist unklar. Foto: Kantonspolizei Uri
Warum das Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, ist unklar.  © ---
Ein Abschleppwagen transportiert das Unfallfahrzeug ab, das im Gotthard-Tunnel mit einem Lastwagen zusammengestoßen war. Foto: Alexandra Wey
Ein Abschleppwagen transportiert das Unfallfahrzeug ab, das im Gotthard-Tunnel mit einem Lastwagen zusammengestoßen war. © Alexandra Wey
Bei dem Unfall im Gotthardtunnel wurden zwei Menschen getötet und mehrere verletzt. Foto: Alexandra Wey
Bei dem Unfall im Gotthardtunnel wurden zwei Menschen getötet und mehrere verletzt.  © Alexandra Wey
Ein Abschleppwagen transportiert eines der Unfallfahrzeuge ab. Foto: Alexandra Wey
Ein Abschleppwagen transportiert eines der Unfallfahrzeuge ab.  © Alexandra Wey
Hier ging zeitweise nichts mehr: Das gesperrte Nordportal des Gotthard-Tunnels. Foto: Alexandra Wey
Hier ging zeitweise nichts mehr: Das gesperrte Nordportal des Gotthard-Tunnels.  © Alexandra Wey

Schlimmer Unfall am Gotthard-Tunnel

Im Sommer 2016 endete ein Ausflug in die Schweiz für eine deutsche Familie tödlich.  

Gotthard-Tunnel

Der Gotthard-Strassentunnel der Nationalstraße A2 ist rund 17 Kilometer lang und verbindet Nordeuropa und Italien. Der Gotthard-Tunnel ist der längste Straßentunnel der Welt. Ab 2020 soll der Bau einer zweiten Röhre starten. Es dauert also noch bis es im Gotthard-Tunnel keinen Gegenverkehr mehr gibt.

Parallel zum Straßentunnel verläuft der Gotthard-Eisenbahntunnel. Gotthard-Basistunnel in der Schweiz wurde am 1. Juni 2016 eröffnet. Mit 57 Kilometern ist er schon der längste Eisenbahntunnel der Welt. 

ml/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.