Zwei Träumer, ein Bett

Fünf Tipps gegen Streit im Doppelbett

Mit jemandem das Bett zu teilen ist romantisch, kuschelig und vertraut. Forscher vermuten sogar, dass der gemeinsame Schlaf zur längeren Lebenserwartung beiträgt. Doch gerade in dieser intimen Umgebung ruht enormes Stresspotenzial.

Da wird gerangelt, geschnarcht, an der Decke gezogen oder wild hin und her gerollt. Besonders bei zwei sehr unterschiedlichen Schlaftypen können da schon einmal die Federn fliegen. Mark Beyer, Schlafexperte und Geschäftsführer von www.perfekt-schlafen.de, gibt fünf praktische Tipps gegen Streit im Doppelbett.

Großzügige Planung gegen Platzmangel

Auch wenn es zu Beginn einer Beziehung häufig gar nicht nah genug sein kann, sollte der erste gemeinsame Bettenkauf ohne rosarote Brille passieren. Treffen nicht gerade zwei sehr ruhige Schläfer aufeinander, beginnen komfortable Bettbreiten dabei ab 160 x 200 cm. Je nach nächtlichem Bewegungsdrang können auch 180 x 200 oder 200 x 200 cm angebracht sein, um unnötige Kämpfe zu später Stunde zu vermeiden und gemeinsam entspannt durchschlafen zu können.

Doppelt hält besser: Zwei Rücken, zwei Matratzen

Ein weiterer Vorteil eines großen Bettes: Jeder Schläfer erhält die Möglichkeit, Lattenrost und Matratze den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu wählen. Auf diese Weise wird nicht nur lästiges Schaukeln vermieden, wenn sich einer der Partner nachts bewegt, sondern auch ein gesunder Schlaf garantiert. Es tut schließlich keiner Beziehung gut, wenn ein Partner den anderen durch nächtliche Unruhe auf Trab hält oder gar für seine Rückenschmerzen verantwortlich ist.

Unter einer oder zwei Decken stecken?

Natürlich ist es romantisch und kuschelig unter einer gemeinsamen Decke zu schlafen, für viele Paare führt das allerdings zwangsläufig zu Problemen. Das fängt schon damit an, dass Männer und Frauen Wärme unterschiedlich regulieren. Während er bei weit geöffnetem Fenster mollig warm schlummert, bibbert sie meist schon. Besser schlafen beide, wenn jeder eine individuelle Wohlfühl-Decke auswählt. Während sie es sich dabei am besten unter besonders wärmenden Naturmaterialien wie Daunen, Kaschmir oder Kamelhaar gemütlich macht, reicht für ihn vielleicht eine Ganzjahresdecke und die Streitereien übers Lüften gehören der Vergangenheit an.

Bei hartnäckigen Ellbogen-Kämpfen: Barrieren schaffen

Haben sich zwei wirklich hartnäckige Ellenbogen-Kämpfer gefunden, gilt es, den Bewegungsdrang mit einfachen Tricks zu dämpfen. Neben individuellen Decken, die unbeabsichtigte "Angriffe" erschweren, können auch Kissen-Barrieren eine Lösung sein - vorausgesetzt das Bett ist breit genug, damit beide Schläfer noch genügend Platz behalten. Hierfür ganz einfach auf ein oder zwei lange Stütz- oder sogar Stillkissen zurückgreifen. Zwischen die Matratzen gesteckt bieten sie eine kuschelige Trennwand.

Am Tag wie in der Nacht: Rücksicht nehmen!

Die wichtigste Regel für ein harmonisches Miteinander in den Federn lautet: Rücksicht nehmen! Schon einfache Gesten können das nächtliche Verhältnis merklich entspannen. Wer zum Beispiel zum Schnarchen neigt, dreht sich beim Zubettgehen am besten gleich auf die Seite und vermindert damit die nächtliche Waldrodung. Und auch ihre dauerkalten Füße müssen nicht immer rücksichtslos zwischen seine Beine gerammt werden. Effektiver sind hier Wärmflaschen oder Kirschkernkissen, die helfen, die Decke aufzuwärmen und die Durchblutung der Eisklötze anzuregen. (nh)

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