In zwei Wochen: 119 Unwettertote in Nordkorea

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Menschen warten in einer überfluteten Stadt in Nordkorea auf ihre Rettung.

Seoul - In Nordkorea ist die Zahl der Toten bei schweren Unwetter seit Mitte Juli nach offiziellen Angaben auf 119 gestiegen.

Wie die Staatsmedien des weithin abgeschotteten Landes am Mittwoch berichteten, kamen am Sonntag und Montag 31 Menschen bei Gewittern und heftigen Regenfällen ums Leben. Weitere 16 Menschen seien als vermisst gemeldet worden.

Am schwersten betroffen waren den Berichten zufolge sowohl westliche als auch östliche Küstengebiete. Einige Opfer seien auf Erdrutsche und Blitzeinschläge zurückzuführen. Überschwemmungen hätten Kohlebergwerke beschädigt.

Die Berichte kamen einen Tag nachdem Vertreter verschiedener UN-Organisationen wie dem Kinderhilfswerk UNICEF die beiden nordkoreanischen Provinzen Kangwon im Süden und Süd-Pyongang im Westen aufgesucht hatten, um die Auswirkungen der jüngsten Fluten zu erkunden.

Die nordkoreanischen Medien hatten am vergangenen Wochenende berichtet, Überschwemmungen hätten seit dem 18. Juli 88 Menschenleben gefordert. Zudem seien knapp 63 000 Menschen obdachlos geworfen.

Die Schäden dürften nach Ansicht von Beobachtern die ohnehin angespannte Versorgungslage in zahlreichen Gebieten weiter verschlechtern. In einem Überblicksbericht der Vereinten Nationen hatte es Mitte Juni geheißen, dass rund zwei Drittel der 24,1 Millionen Nordkoreaner nicht genug zu essen hätten.

lby

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