Basierend auf Bestseller-Buch

Fernsehfilm über Leben des Papstes geplant

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Basierend auf dem Buch „Mein Bruder, der Papst“ von Georg Ratzinger und Michael Hesemann soll das Leben von Papst Benedikt XVI. (Foto) verfilmt werden.

München - Das Leben von Papst Benedikt XVI. soll im Sommer 2014 für das öffentlich-rechtliche Fernsehen verfilmt werden. Das Drehbuch richtet sich nach einem Bestseller-Buch.

Der Zweiteiler solle auf dem Buch „Mein Bruder, der Papst“ von Georg Ratzinger und Michael Hesemann basieren. Das teilten die Rat Pack Filmproduktion sowie die katholische Tellux Film am Samstag in München mit. Die beiden Firmen hätten sich bereits Ende 2011 die Verfilmungsrechte für das internationale Projekt gesichert. Die Dreharbeiten seien für den Sommer 2014 geplant und sollten an Original-Schauplätzen stattfinden. Drehbuchautor ist Wolfgang Limmer („Pfarrer Braun“). Publizist Hesemann soll als Berater an dem Film mitwirken. Für welchen TV-Sender konkret das Projekt geplant ist, steht bislang nicht fest.

Beckenbauer, Riesch und andere Promis über den Papst

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU - l) und der Privatsekretär des Papstes, Georg Gänswein, präsentieren in München Gänsweins Buch "Benedikt XVI. - Prominente über den Papst". In dem Buch sprechen anlässlich des 85. Geburtstages des Papstes prominente Vertreter aus Kirche, Politik, Sport und Wirtschaft über ihre persönlichen Begegnungen und über sein Wirken in Kirche und Welt. © dpa
Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer traf Papst Benedikt vor der Fußball-WM 2006 bei einer Audienz auf dem Petersplatz – und war überrascht, dass der Heilige Vater von sich aus begann, über Fußball zu sprechen. © dpa
Die Ruhe, Würde und die Herzlichkeit von Benedikt haben Beckenbauer tief beeindruckt. „Ich habe schon viele große Persönlichkeiten getroffen, aber diese Begegnung war einer der bewegendsten Momente in meinem Leben, den ich nie vergessen werde.“ © dpa
Diese Begegnung habe sein Leben verändert: „Ich gehe seitdem wieder häufiger in die Kirche.“ © dpa
Im Gespräch mit Beckenbauer sprach der Papst auch über die Chancen der deutschen Mannschaft bei der damals anstehenden WM 2006: "Er meinte, sie sei im Moment doch sehr gut. Das sah ich damals nicht ganz so. Deshalb entgegnete ich ihm, sie sei zumindest auf dem Weg, eine gute Mannschaft zu werden. Darauf lächelte er milde." © dpa
Eine herrliche Anekdote erzählt der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber über den Papst. Für dessen Besuch im Jahr 2006 sei ursprünglich ein Termin während des Oktoberfestes vorgesehen gewesen. Das Münchner Ordinariat, so Stoiber, hätte zwar versucht, den Vatikan auf diese „Überschneidung“ hinzuweisen, sei damit aber nicht bis zum Heiligen Vater durchgedrungen. © dpa
Erst nach einer Intervention Stoibers wurde Benedikt XVI. schließlich doch noch persönlich über das Dilemma unterrichtet. Stoiber: „Die Reise wurde verlegt. Papst Bendikt XVI. hat selbst dafür gesorgt.“ © dpa
Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef schätzt vor allem das persönliche Gespräch mit dem Kirchenoberhaupt: “Gerade dem Politiker kann theologische “Nachhilfe“ von höchster Stelle gelegentlich nicht schaden.“ © dpa
Über den humorvollen Papst berichtet Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. „Ja es stimmt: Der Papst lacht gern.“ Allerdings habe Benedikt XVI. einen ganz besonderen Humor. Er sei feinsinnig, manchmal hintergründig und von einer gewissen liebenswürdigen Distanz geprägt – aber immer den Menschen zugewandt. © dpa
Marx nennt diesen Humor „theologisch“, weil er das Schwere und Angestrengte leichter werden lasse, „weil die Wirklichkeiten dieser Welt ja nicht das letzte Wort haben“. Allerdings räumt der Kardinal ein, dass diese Interpretation vielleicht ein wenig gewagt sei. © dpa
Politik-Urgestein Peter Gauweiler schildert gleich mehrere Begegnung mit dem Papst. Unter anderem berichtet er über dessen Rede im Deutschen Bundestag: © dpa
legte sich um das Reichstagsgebäude eine Atmosphäre erwartungsvoller Stille, wie ich sie an diesem Ausnahmeort der deutschen Politik noch nie erlebt habe. Es war fast ein bisschen wie zu Hause, als wir Kinder waren, beim Warten aufs Christkind.“ © dpa
Gauweilers Fazit: „Ich bin ein lutherischer Benedikt-Anhänger. Er ist der oberste Bischof der Christenheit. Meine bevorzugten Kirchenväter heißen Joseph Ratzinger und Martin Luther.“ © dpa
Die Skirennläuferin Maria Höfl- Riesch erzählt, wie wichtig der Glaube an Gott als ihr Wegbegleiter war und ist. „Seit Joseph Ratzinger Papst ist“, schreibt sie, „beschäftige ich mich bewusster mit meinem Glauben © dpa
"Seine Wahl (…) war für mich Anlass, mich selbst zu hinterfragen, wo ich eigentlich stehe und was mir wichtig ist im Leben.“ © dpa
Die Sportlerin gehe aus termingründen nicht mehr regelmäßig in die Kirche, trotzdem sei ihr der Glaube immer noch sehr wichtig. „Ich finde, zum Beten braucht man nicht unbedingt eine Kirche (…), beten kann man überall, zu jeder Zeit. Manchmal bete ich noch kurz vor dem Start, im Stillen, nur für mich.“ © dpa
Der Unternehmer Claus Hipp schreibt über den papst: "Das ist das, was mich bei den Äußerungen Papst Benedikts XVI. immer wieder von Neuem begeistert: dass er bescheiden und mit einfachen Worten uns den Glauben näherbringt – ohne Argumente oder theoretische Abhandlungen, die in einer wahrscheinlich abgehobenen Sprache sowieso nur Wissenschaftlern verständlich wären." © dpa
Hipp weiter über Benedikt XVI.: "Er tritt bescheiden auf, ohne mit seinem Wissen beeindrucken zu wollen. Er tritt aber fest auf, sodass er mit seiner Erkenntnis überzeugt. Aus der eigenen Sicherheit kommt die Stärke, sein Wissen bei anderen auf fruchtbaren Boden fallen lassen zu können." © dpa
Hipps Fazit über den Papst: "Die Ausstrahlung, die dieser Mann hat, diese innere Ruhe und Würde und seine Herzlichkeit – das hat mich stark beeindruckt." © dpa
Wolfgang Schäuble ist froh, dass der Papst die Diskussion über Gott wieder mehr in der öffentlichen Diskussion etabliert hat. © dpa
Schäuble: "Denn es ist dieser Glaube, durch den sich das eigene Leben auf eine Instanz bezieht, die größer ist, als man selbst, auf eine Instanz, die wir uns nicht selbst zurechtmachen und vor der wir deshalb unser Tun und Lassen verantworten müssen."  © dpa
Georg Gänswein (Herausgeber): "Benedikt XVI. – Prominente über den Papst", Media Maria Verlag, 19,95 Euro. © dpa

Erst am Donnerstag hatte die Münchner Odeon Film angekündigt, die im Sommer 2014 erscheinende Papst-Biografie von Peter Seewald für das Kino verfilmen zu wollen. Seewald gilt als Vertrauter des katholischen Kirchenoberhauptes und soll als Berater für das Drehbuch an der Kino-Verfilmung mitwirken.

Joseph Ratzinger (85) wurde am 16. April 1927 im oberbayerischen Marktl am Inn geboren. Nach dem Theologie- und Philosophiestudium wurde er 1951 zum Priester geweiht, mit 30 Jahren habilitierte er und wurde Dogmatik-Professor an der Freisinger Hochschule. Er lehrte dann in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. 1977 wurde er Erzbischof von München und Freising und wenig später auch Kardinal. Zum Papst ernannt wurde er im Jahr 2005.

dpa

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