136 Billionen Euro weltweit

Private Geldvermögen steigen auf Rekordhöhe

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Immer mehr Geldvermögen: Reiche gibt es auch im klammen Griechenland: Luxusyachten im Hafen von Athen.

Frankfurt - Die Menschen rund um den Globus sind so reich wie nie: Privathaushalte sitzen weltweit auf 136 Billionen Euro. Das Vermögen ist aber ungleich verteilt.

Zu diesem Fazit kommt eine Untersuchung der Allianz. Demnach stieg das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf den Rekordwert von 136 Billionen Euro. „Damit könnten die privaten Haushalte sämtliche Staatsschulden der Welt ungefähr dreimal tilgen“, sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Er betonte aber auch, dass diese Vermögen nach wie vor sehr ungleich verteilt sind: „Durchschnittlich entfallen in den von uns untersuchten 53 Ländern auf die ärmere Bevölkerungshälfte nur etwa fünf Prozent der Vermögenswerte.“

Krise in Europa noch nicht verarbeitet

Zu dem weltweiten Wachstum der Geldvermögen trugen die drei Sparten Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Versicherungen und Pensionsfonds gleichmäßig bei. Während allerdings in Asien und Amerika auch die Aktienmärkte weiter Rückenwind gaben, wird der Zuwachs insgesamt zunehmend von gesteigerten Sparanstrengungen getragen. In Westeuropa trennten sich die Haushalte nach den Angaben im dritten Jahr in Folge von Wertpapieren - aus Sicht der Allianz ist das ein Indiz für die noch nicht verarbeitete Krise in Europa.

Brutto-Geldvermögen stieg auch in Deutschland

In Deutschland legte das private Brutto-Geldvermögen mit plus 4,2 Prozent zwar etwas langsamer zu. „Angesichts der immer noch höchsten Sparquote in Europa ist diese Entwicklung eher enttäuschend“, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Das zeige, dass die deutschen Haushalte beim Sparen weiterhin risikoscheu seien.

Doch auch hierzulande häufen die Menschen ungeachtet der mickrigen Zinsen immer größere Geldvermögen an. Nach früheren Zahlen der Bundesbank stieg das private Geldvermögen von 5,072 Billionen Euro Ende 2014 im ersten Quartal 2015 kräftig auf 5,212 Billionen Euro.

dpa

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