2010 bereits mehr als 100 US-Banken pleite

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Die Investmentbank Lehman Brothers hatte die US-Regierung mit Steuergeldern vor der Pleite bewahrt.

Washington - Die Zahl der Bankpleiten in den USA hat in diesem Jahr die 100 übersprungen. Hält der Trend an, dürfte der Negativrekord aus dem vergangenen Jahr gebrochen werden.

Bis zum späten Freitagabend schloss die Einlagensicherung FDIC sieben weitere Regionalinstitute. Als bislang letztes musste die Home Valley Bank aus dem US-Bundesstaat Oregon die Segel streichen. Sie ist seit Jahresbeginn das 103. Opfer der immer noch schwelenden Finanzkrise.

Die Spareinlagen übernimmt wie üblich eine benachbarte Bank, so dass die Kunden weiter an ihr Geld kommen. Die kleinen und mittelgroßen Banken in den USA sind die Verlierer der Krise. Viele ihrer Schuldner sind arbeitslos geworden und können ihre Kreditraten nicht mehr zahlen.

Im gesamten vergangenen Jahr waren 140 US-Institute in den Wirren der Finanzkrise untergegangen. Die großen Institute - mit Ausnahme der Investmentbank Lehman Brothers und der Sparkasse Washington Mutual - hatte die US-Regierung mit Steuergeldern gestützt. Die neuerlichen Bankpleiten belasten die Einlagensicherung mit rund 430 Millionen Dollar (333 Mio Euro).

Dem zuständigen Kontrollausschuss des US-Kongresse machen vor allem die vielen Kredite für Gewerbeimmobilien Sorgen, die die Banken gewährt haben. Mancherorts stehen ganze Büro- und Geschäftskomplexe leer. Bei den Kreditkarten und Hypotheken für Einfamilienhäuser entspannt sich die Lage dagegen zusehends. Die börsennotierten Institute hatten zuletzt reihum sinkende Ausfälle gemeldet. Entwarnung wollten allerdings die wenigsten Bankchefs geben.

dpa

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