Auslandsgeschäft rettet 2015 den deutschen Biermarkt

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Der Deutsche Brauerbund bezeichnete 2015 als erfolgreiches Jahr, das auch ohne sportliches Großereignis das Niveau des Vorjahres erreicht habe.

Die zunehmende Beliebtheit deutschen Biers in Übersee hat den Brauereien im vergangenen Jahr das Geschäft gerettet. Die Bier-Exporte stiegen 2015 um 4,0 Prozent, während der Absatz in Deutschland um 0,7 Prozent auf ein Rekordtief von 79,5 Millionen Hektolitern fiel.

Zusammengenommen stieg die Biermenge im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 95,7 Millionen Hektoliter, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete.

Für den Export-Boom waren vor allem die Länder in Übersee mit einem Mengenzuwachs von 16,8 Prozent verantwortlich. Innerhalb der EU sank der Durst auf deutsche Biere hingegen um 2,5 Prozent.

Wichtigstes Bier-Bundesland war zum zweiten Mal in Folge Bayern, wo mit 24,8 Prozent Anteil nahezu jedes vierte deutsche Bier gebraut wurde. Auf dem zweiten Platz landete erneut die Pils-Hochburg Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 23,4 Prozent. Die bayerischen Brauereien hatten auch den größten Anteil an Exporten: Fast jede dritte dort gebraute Maß (30,5 Prozent) ging ins Ausland.

Die Zahlen basieren auf der Biersteuer-Statistik. Die steuerfreien Biere ohne Alkohol werden dabei nicht erfasst - wohl aber bierhaltige Mischgetränke, deren Menge im Jahresvergleich um 2,9 Prozent zurückging. Sie machen gut 4 Prozent des gesamten Absatzes aus. In den steuerfreien Mengen ist auch als kleiner Anteil der sogenannte Haustrunk enthalten, den Brauereien ihren Mitarbeitern überlassen.

Der Deutsche Brauerbund bezeichnete 2015 als erfolgreiches Jahr, das auch ohne sportliches Großereignis das Niveau des Vorjahres erreicht habe. Die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren steige weiter. 2016 erwarte man positive Einflüsse durch die Fußball-Europameisterschaft und das 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebots.

dpa

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