A380-Abfertigung: Generalprobe am Boden

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Wie kommen 800 Koffer an Bord des A380? Und erhält die Nationalmannschaft nächste Woche perfekten Kaffee? Antworten auf diese Fragen suchte die Lufthansa bei ihrer A380-Generalprobe.

Frankfurt - Wie kommen 800 Koffer an Bord des A380? Und erhält die Nationalmannschaft nächste Woche perfekten Kaffee? Antworten auf diese Fragen suchte die Lufthansa bei ihrer A380-Generalprobe.

Lufthansa-Flug Nummer 1802 hebt nie ab, doch für Pilot Ingo Meyerdierks zählt er zu den besonders wichtigen seines Lebens. Aus dem A380-Cockpit sieht der Kapitän, wie am Frankfurter Flughafen hunderte Menschen auf das Einsteigen in den Riesenjet warten. “Am liebsten würden wir losfliegen“, sagt der 45- Jährige. Doch heute geht es um den Kampf gegen die Uhr am Boden. Flug 1802 ist die Generalprobe für die Abfertigung - rechtzeitig vor dem ersten Langstreckenflug der “Frankfurt am Main“ am 6. Juni. In der Luft üben die Piloten bis dahin noch öfter.

A380: Der neue Superflieger von Lufthansa

Süße Träume sind in den Betten der der First Class garantiert. Die Sitze lassen sich zur Schlafstätte umklappen. © Lufthansa
Viel Platz hat man auch in den Wachsräumen der First Class. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © Lufthansa
Mit roter Rose und einem "Willkommen" auf dem Bildschirm werden Gäste in der ersten Klasse begrüßt. © ap
Letzter Feinschliff für den ersten A 380 der Lufthansa. © dpa
Ruckzuck sind die Sitze der First-Class in Betten umgebaut. © dpa
Bequem nächtigen ist auch in der Business Class möglich. © dpa
Die Beine richtig ausstrecken - in der Business Class kein Problem. © dpa
So bequem sieht es in der First Class des Riegenvogels aus. © Lufthansa
Auch die Economy Class bietet jede Menge Beinfreiheit. © dpa
So sehen Luxus-Toiletten aus. © dpa
Das Badezimmer gehört zur Ausstattung der ersten Klasse. © Lufthansa
Die Stewardessen haben die Plätze in der First Class dekoriert. © ap
Die Betten in der First Class. © Lufthansa
Spargel im Schinkenmantel, exquisiter Käse und ein bisschen Kaviar oben drauf: Sie sehen die Snacks in der First Class aus. © dpa
Eine Treppe verbindet die Stockwerke. © Lufthansa
Die riesigen Türen des Supervogels. © dpa
Der Airbus A380 der Lufthansa - hier die Economy Class. © dpa
Bequem sind die Betten in der ersten Klasse. © ap
In der Business Class lassen sich Langstreckenflüge gut überstehen. © ap
Die Economy Class des Airbus A 380 der Lufthansa. © ap
Der luxuriöse Waschraum in der ersten Klasse. © Lufthansa
Die Kabine. © Lufthansa
In der Business Class lassen sich Langstreckenflüge gut überstehen. © ap
Willkommen steht auf den Multimedia-Bildschirmen auf den Rückenlehnen des Airbus. © dpa
Jürgen Raps, Chefpilot der Lufthansa, nimmt schon mal im Cockpit des Riesenvogels Platz. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Stupsnase des Riesenvogels: Der Airbus A 380 der Lufthansa. © dpa
Lufthansa
Der erste A 380 für Lufthansa. © 
Der erste A 380 für Lufthansa. © Lufthansa

Auf dem Vorfeld ist dies der einzige Test für eine komplette Abfertigung. Nicht mehr als 165 Minuten soll es dauern, bis eine gelandete Lufthansa-A380 in Frankfurt wieder in der Luft ist - nur dort verdient ein Flugzeug Geld. Die A380 soll damit nicht länger parken als ein Jumbo vom Typ Boeing 747, obwohl sie 60 Prozent mehr Gepäck und Passagiere an Bord hat. “Es ist, als würden wir eine 747 und einen Airbus 340 zusammen abfertigen“, sagt der Frankfurter Lufthansa-Stationsleiter, Andreas Döpper. “Bei der Generalprobe testen wir erstmals das Zusammenspiel aller.“ Vom Kofferschlepper bis zum Piloten beschäftigt das 250 Mitarbeiter. Test-Chefin Ulrike Flake-Bauer schickt am Donnerstagnachmittag, zehn Tage vor dem ersten Langstreckenflug, zudem über 500 Statisten als Passagiere Richtung Gate C16 zur A380. Sie haben echte Bordkarten für Flug 1802.

Bei der Sicherheitskontrolle warten sie zwischen gewöhnlichen Reisenden. Einige sitzen im Rollstuhl, manche verspäten sich. Flake-Bauer hat ein Stück Flughafen-Alltag inszeniert. Damit vor dem Boarding der 24-köpfige Putztrupp proben kann, wurde eigens Abfall in der Kabine verteilt. Auf dem Vorfeld mühen sich später Arbeiter um 800 Koffer. Nur die erste Klasse bleibt leer. Deren Polster schont die Lufthansa selbst bei der Generalprobe. Sonst wird Flug 1802 gemanagt, als hebe er ab. Am Check-in heißt es: “Wir wünschen einen guten Flug.“ An Bord werden zum Start die Sitze aufrecht gestellt - auch wenn die aus ihrer Wartungshalle hergerollte A380 nur 20 Meter vom Terminal weg und wieder zurück geschoben wird. Test ist Test. “Willkommen auf einem der kürzesten Lufthansa-Flüge aller Zeiten“, witzelt Kapitän Meyerdierks auf Flughöhe null. Stewardess Annette Balkhausen nutzt die Generalprobe am Boden mit Blick auf kommende Aufgaben. “Wir fliegen nächste Woche die Nationalmannschaft nach Südafrika. Da ist es schon wichtig, das alles mal zu probieren“, sagt sie. Es geht auch um Details. “

Zum Beispiel sind hier die Kaffeemaschinen anders zu bedienen“, stellt Balkhausen fest. Die Statisten, Mitarbeiter von Lufthansa und anderen Firmen am Flughafen, testen die Bordunterhaltung - bis Kapitän Meyerdierks erklärt, man sei wieder zum Aussteigen bereit. Bis zum Start Richtung Südafrika am 6. Juni kann die Lufthansa jetzt noch an jenen Tücken arbeiten, die der Test offenbarte: Ein Sicherheitscheck verzögerte sich, das Bewegen der Fluggastbrücken machte Probleme. Doch Stationsleiter Döpper ist am Abend zufrieden. Flug LH 1802 war pünktlich. Kapitän Meyerdierks sagt: “Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Linienverkehr.“

dpa

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