Abbey-Road-Studios stehen zum Verkauf

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Die Abbey Road in London, hier auf dem Cover des gleichnamigen Beatles-Album und in Realität, ist noch immer ein Pilgerort für Fans der Fab Four.

London - Die legendären Abbey-Road-Studios in London stehen offenbar zum Verkauf. Verschwindet jetzt das Studio, in dem die Beatles und Pink Floyd ihre Platten eingespielt haben?

Der angeschlagene britische Musikkonzern EMI will einem Zeitungsbericht zufolge die legendären Abbey Road Studios verkaufen. Die Studios in London wurden durch das gleichnamige Album der Beatles weltweit berühmt.

EMI wolle mit einem Verkauf seinen riesigen Schuldenberg abbauen, berichtete die “Financial Times“ am Dienstag. Das Unternehmen, das 2007 vom Finanzinvestor Terra Firma übernommen worden war, hatte im Geschäftsjahr bis Ende März 2009 einen Verlust von umgerechnet fast zwei Milliarden Euro gemacht und auch vor Zahlungsschwierigkeiten gewarnt.

Immer noch pilgern Touristen aus aller Welt zu dem Zebrastreifen vor den Studios im Norden Londons, über den die Beatles einst marschierten und sich dabei für ihr Plattencover ablichten ließen. EMI hatte die Studios vor 80 Jahren gekauft.

Nicht nur die Beatles, Pink Floyd oder Radiohead spielten hier Platten ein. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Studios dafür genutzt, Propaganda für die britische Regierung aufzunehmen. Auch die “Herr der Ringe“-Filmmusik wurde hier aufgenommen. Jedoch bekam das Studio zunehmend Konkurrenz durch billigere Aufnahmemöglichkeiten.

Forbes-Liste: Tote Stars als Topverdiener

Tote Stars als Topverdiener
Platz 13: Andy Warhol (links, hier zusammen mit Ex-Bundeskanzler Willy Brandt) starb bereits 1987. Er verdiente im vergangenen Jahr sechs Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 12: Aaron Spelling produzierte Erfolgsserien wie Beverly Hills oder Melrose Place. Er starb im Jahr 2006 im Alter von 83 Jahren. Seine Arbeit brachte seinen Erben in den vergangenen 12 Monaten acht Millionen Dollar ein.  © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 11: Jimi Hendrix starb bereits 1970 an einer Überdosis. Auch lange nach seinem Tod verdient er noch sehr gut. Im vergangen Jahr waren es acht Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 10: Der Bestseller- und Drehbuchautor Michael Crichton verdiente auch nach seinem Tod mit Erfolgsromanen wie Jurassic Park oder Drehbüchern für Emergency Room rund 9 Millionen Dollar. Er erlag im Jahr 2008 einem Krebsleiden. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 9: Albert Einstein, der Begründer der Relativitätstheorie bringt seinen Erben auch über 50 Jahre nach seinem Tod noch zehn Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 8: Die Erfindung der Cartoon-Figur Grinch zählt zu seinen größten Erfolgen. Der amerikanische Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel (gennant Dr. Seuss) starb im Jahr 1991. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Geschichten 15 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 7: 1980 wurde das ehemalige Beatles-Mitglied John Lennon ermordet. Zusammen mit Paul McCartney komponierte er zahlreiche Songs. Im vergangenen Jahr brachte ihm seine Arbeit 15 Millionen Dollar in die Kassen. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 6: Charles Schulz, der Erfinder von Charlie Brown und Snoopy verdient mit seinen Comicfiguren heute noch 35 Millionen. Er starb 2000 im Alter von 77 Jahren. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 5: Sein „Herr der Ringe“ ist einer der erfolgreichsten Fantasy-Romane überhaupt: Der britische Schriftsteller J.R.R. Tolkien verdiente im letzten Jahr unglaubliche 50 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 4: Der King of Rock‘n Roll: Die Musik von Elvis Presley ist auch nach seinem Tod im Jahr 1977 noch sehr erfolgreich. In den vergangenen 12 Monaten brachten seine Werke 55 Millionen Dollar ein. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 3: Michael Jackson ist auf dem besten Weg die Spitze der toten Topverdiener zu erreichen. In nur vier Monaten nach seinem Tod verdiente der King of Pop für seine Erben rund 90 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 2: Die Musical-Autoren Richard Rodgers und Oscar Hammerstein (hier eine Szene aus ihrem Werk „South Pacific“) sind wohl nur Kennern ein Begriff. Trotzdem verdienten die beiden in den vergangenen 12 Monaten 235 Millionen Dollar. © dpa
Tote Stars als Topverdiener
Platz 1: Unglaubliche 350 Millionen Dollar brachten die Geschäfte des im Jahr 2008 verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent im vergangenen Jahr ein. © dpa

"Abbey Road": Name ist mehr wert als das Gebäude

EMI wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren. Die “FT“ berief sich auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach werbe EMI derzeit um Bieter für das Gebäude. Ein Verkauf könnte eine hohe Millionensumme einbringen.

Unklar sei aber, ob EMI den Markennamen Abbey Road mit dem Gebäude verkaufen wolle. Ein Medienanwalt sagte der Zeitung jedoch: “Die Marke ist mehr wert als das Gebäude....jeder, der die Studios haben will, will die Marke.“

dpa

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